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Bauverwalter muss gehen

Wegen seiner schweren Krankheit verliert Oliver Mischler den Job als Bauverwalter in Kirchdorf . Nicht zum ersten Mal.

Bauverwalter Oliver Mischler.
Bauverwalter Oliver Mischler.
Marcel Bieri

Oliver Mischler leidet an einer seltenen Krankheit, die ihm grosse Schmerzen im Gesicht bereitet. Nun wird sie ihm in seinem Berufsleben erneut zum Verhängnis. Die Gemeinde Kirchdorf, wo Mischler seit Mitte Jahr als Bauverwalter angestellt ist, hat ihm noch während der Probezeit gekündigt. Im Frühling wurde er bereits in Langnau entlassen. «Wir bedauern diese Entwicklung sehr», sagt Kirchdorfs Gemeindepräsident Eric von Graffenried. «Wir haben gerne mit ihm zusammengearbeitet.» Doch der Gemeinderat habe «im Interesse der Gemeinde» handeln müssen. Der Bauverwalter habe oft gefehlt.

«Ich kann den Entscheid nachvollziehen», sagt Mischler. Er werde noch bis Ende Jahr tätig sein, sofern die Gemeinde dies wünsche. Per Anfang 2019 sucht Kirchdorf eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger.

Schmerzen wie ein Blitz

Im Sommer 2017 machte Mischler seine Krankheit in dieser Zeitung öffentlich. Sie heisst Trigeminusneuralgie. Dabei ist der Hirnnerv, der in beiden Gesichtshälften über die Stirn in Ober- und Unterkiefer strahlt, entzündet. Mit jeder Bewegung schiesse der Schmerz wie ein Blitz durch den Kopf.

«Es heisst, das sei etwas vom Schmerzhaftesten, was der Mensch erleiden könne», erzählte Mischler. Jahrelang habe er sich mit Kopfschmerzen ins Büro geschleppt. Oft fiel er auch aus. Seinen Beruf wollte er trotzdem nicht aufgeben.

«Ich hatte einen Rückschlag. Aber es ist längst nicht mehr so schlimm wie früher.»

Oliver Mischler Bauverwalter

Erst nach einer zweiten Operation Ende 2016 ging es ihm besser. Dabei habe der entzündete Punkt mit einem Laser zerstört werden können. Trotzdem kündigte ihm die Gemeinde Langnau. Die Begründung war die gleiche wie nun in Kirchdorf: krankheitsbedingte Absenzen.

In Buchholterberg tätig

Im Juli fand der Bauverwalter dann zwei neue Anstellungen. In Kirchdorf war er zu 60 Prozent angestellt, bei der Gemeinde Buchholterberg zu 40 Prozent. In letzter Zeit habe er aber einen Rückschlag erlitten. «Aber es ist längst nicht mehr so schlimm wie früher.»

Zwar ist er in Buchholterberg gerade krankgeschrieben. In der nächsten Woche wolle er aber wieder zur Arbeit erscheinen, sagt Oliver Mischler. Er ist zuversichtlich: «Meine Ärzte sind der Meinung, dass derzeit 40 Prozent gerade das richtige Pensum für mich sind.»

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