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BDP und GLP profitieren weiterhin vom Reiz des Neuen

Die Kommunalwahlen in mehreren grossen Berner Gemeinden vom Wochenende haben gezeigt: Die BDP und die GLP profitieren offensichtlich weiterhin vom Reiz des Neuen, den sie ausstrahlen.

Die Würfel sind gefallen: Am Sonntagabend wurden die Ergebnisse der Wahlen 2012 im Kanton Bern bekanntgegeben.
Die Würfel sind gefallen: Am Sonntagabend wurden die Ergebnisse der Wahlen 2012 im Kanton Bern bekanntgegeben.
Keystone

So eroberte die BDP in sieben Parlamentswahlen 14 zusätzliche Sitze. 13 dieser 14 zusätzlichen Mandate holte sich die Bürgerlich- Demokratische Partei in Worb, Zollikofen und Münchenbuchsee, wo sie erstmals zu den Parlamentswahlen antrat. In Burgdorf konnte sie ihren Besitzstand (7 Sitze) wahren und in der Stadt Bern gewann sie einen Sitz hinzu (neu 7).

Auch die Grünliberale Partei trat in zwei Berner Agglomerationsgemeinden sowie in Burgdorf erstmals zu den Wahlen für die Lokalparlamente an. Sie kam in Worb auf Anhieb auf vier Sitze, in Ostermundigen auf drei und in Burgdorf auf zwei. Zudem legte sie in Bern um drei Sitze zu.

FDP verliert Sitze, SVP hält sich gut

Die Bilanz bezüglich der anderen Parteien fällt im Rückblick uneinheitlich aus. So schwächelte die SP etwa in Ostermundigen, wo sie das Gemeindepräsidium verlieren wird, in Belp, wo im Gemeinderat zwei Sitze verloren gingen, in Muri, wo ein Sitz flöten ging, und in Zollikofen, wo es Mirjam Veglio nicht ins Gemeindepräsidium schaffte.

In den sechs Parlamentswahlen im Grossraum Bern und in Burgdorf verlor die SP insgesamt drei Sitze - legte aber in der Stadt Bern um drei Sitze zu.

Die Mitte-Parteien GFL, CVP und EVP spürten am Sonntag die neue Konkurrenz von BDP und GLP. So verlor etwa die EVP bei den sieben Parlamentswahlen drei Sitze - trotz zwei Sitzgewinnen im Zug des Erfolgs von Gemeindepräsident Niklaus Gfeller in Worb. Die CVP büsste zwei Sitze ein (in Bern und Zollikofen).

Offenbar geht aber der Erfolg der BDP weiterhin auf Kosten der FDP, die in den sieben Parlamentswahlen 8 Mandate einbüsste - am meisten in Worb (3) und Zollikofen (3). Im Widerspruch dazu steht der Grosserfolg in Muri. Dort verfügt die FDP im Gemeinderat nun über vier von sieben Sitzen und damit über die absolute Mehrheit.

Muris FDP-Präsident Stephan Lack sagte auf Anfrage, die FDP werde mit dieser Macht respektvoll umgehen und eine Politik zum Wohl aller führen. Den anhaltenden Erfolg der FDP erklärt er sich einerseits mit dem «guten Nährboden» für den Freisinn im noblem Berner Vorort. Dieser Nährboden sei aber durch gute Leute und viel Engagement auch gut gewässert worden.

Gut hat sich die SVP gehalten. Sie legte in den sieben Parlamentswahlen um zwei Sitze zu und feierte in Belp (drei Sitze im verkleinerten Gemeinderat), Ostermundigen (SVP-Kandidatin Panayides gewinnt ersten Wahlgang der Gemeindepräsidentenwahl), Bern (zwei Sitzgewinne im Stadtrat) und Zollikofen (Gemeindepräsidium) Erfolge.

RGM auch in Burgdorf Trumpf

In Bern freute sich das RGM-Bündnis am Sonntagabend über den Erhalt der Mehrheit im Gemeinderat und im Stadtparlament - und in Burgdorf ist neuerdings ebenfalls ein RGM-Bündnis an der Macht, jedenfalls in der Exekutive.

Dort gesellte sich zum schon bekannten Bündnis SP-GFL erstmals die EVP dazu und holte - SP-Stadtpräsidentin Elisabeth Zäch inbegriffen - vier Sitze, einen zu Lasten der FDP. Eine links-grüne Mehrheit im Burgdorfer Gemeinderat gab es allerdings auch schon, zuletzt in der Legislaturperiode 2001 bis 2004.

SDA/mas

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