BEA steht zu «100 Prozent» zu den publizierten Besucherzahlen

Bern

Bernexpo weist Zweifel an den Besucherzahlen der BEA zurück. Jeder Eintritt werde elektronisch erfasst.

<b>Bernexpo-Sprecher Adrian Erni</b> ist stolz auf die Zahlen.

Bernexpo-Sprecher Adrian Erni ist stolz auf die Zahlen.

(Bild: zvg)

Stefan Schnyder@schnyderlopez

Die Nervosität in der Messebranche ist gross. Das zeigte sich bei der diesjährigen BEA. Der Standbetreiber Werner Niederwinkler aus Österreich beklagte sich via Facebook über zu wenig Laufkundschaft an seinem Standplatz, wie der «Bund» berichtete. Diese zornige Brand­­rede des Verkäufers von Saftpressen reichte, um grundsätzliche Zweifel an den Besucherzahlen aufkommen zu lassen.

Einbruch blieb aus

Am Sonntagabend veröffentlichte die BEA dann die offiziellen Besucherzahlen der diesjährigen Ausstellung: 290'000 Besucher vermeldete die Messebetreiberin. In den Vorjahren waren es jeweils 300'000 gewesen. An den Zahlen lässt sich also kein Einbruch ablesen.

Und was sagt die BEA zu den Zweifeln, die an den Zahlen geäussert werden? «Wir stehen zu 100 Prozent zu den veröffentlichten Zahlen», sagt Bernexpo-Sprecher Adrian Erni.

Jeder Eintritt wird erfasst

Erni erklärt, wie die BEA die Eintritte zählt: Jeder Besucher muss sein Ticket beim Eintritt scannen. Dabei werden die verkauften Eintrittskarten, die bezahlten Gästekarten, welche Aussteller ihren Kunden kostenlos abgeben, und Tickets, welche mit dem Bahnbillett gekauft werden, separat gezählt.

Ebenfalls in die Zählung fliessen die Besucher ein, die sich am Abend auf das Gelände begeben, um sich ins Nachtleben zu stürzen. Jeden Abend erhalten die Verantwortlichen eine tagesaktuelle Auswertung. Obwohl das Unternehmen über Zahlen zu den einzelnen Tagen verfügt, will es diese auch nach Abschluss der Messe nicht veröffentlichen.

Den leichten Rückgang bei den bisherigen Besucherzahlen führt Erni auf Sonderfaktoren zurück. So sei die BEA im vergangenen Jahr auf das Auffahrts­wochenende gefallen, was sich damals positiv auf das Besucheraufkommen ausgewirkt habe.

Zudem sei das Wetter am Abschlusswochenende 2019 nicht optimal gewesen, was auf die Zahlen gedrückt habe. Übers Ganze gesehen sei die Messeleitung aber «stolz auf die erreichte Besucherzahl». Das stecke viel Arbeit dahinter, fügt Erni an.

Das Hoffen auf die Rückkehr

Die 950 Aussteller an der BEA werden jetzt die Bilanz ihres BEA-Auftritts ziehen und dann entscheiden, ob sie im nächsten Jahr wieder dabei sein werden. Ein Aussteller, der wieder kommen wird, ist Möbel Pfister.

Wie Thomas Schnider, der Verkaufsleiter Messen, gegenüber Bern­expo sagte, hat das Möbelhaus den Umsatz aus dem Vorjahr übertroffen. Deshalb freue man sich bereits auf die nächste BEA.

Offen ist dagegen, ob Werner Niederwinkler im jahr 2020 wieder an die BEA reisen und in gewohnter Lautstärke seine Saftpressen anpreisen wird.

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