Bern kocht wieder selber

Bern

Berns Gemeinderat will im alten Zieglerspital eine Quartier­küche einrichten und von dort aus 17 Kitas, Tagi und Tagesschulen beliefern.

Der Gemeinderat will im ehema­ligen Zieglerspital eine Quartierküche einrichten.

Der Gemeinderat will im ehema­ligen Zieglerspital eine Quartierküche einrichten.

(Bild: Keystone)

Christoph Hämmann

Eine Zürcher Firma, die Berns Schulkinder mit Essen beliefert: Das externe Catering in einigen städtischen Kinderbetreuungsinstitutionen gab seit 2015 immer wieder zu reden. Die einen störte, dass die Stadt Bern die Mittagsverpflegung ihrer Kinder nicht selber übernehmen kann, andere fanden es vor allem stossend, dass in einer rot-grünen Stadt das Schulessen über die Autobahn angeliefert wird.

Doch damit soll nun Schluss sein: Wie der Gemeinderat am Donnerstag mitteilte, will er im ehema­ligen Zieglerspital eine Quartierküche einrichten. Von dort aus sollen ab 2019 17 Kitas, Tagi und Tagesschulen mit Mahlzeiten ­beliefert werden. Wenn immer möglich werde die Küche saisonale und regionale Bioprodukte verwenden.

Für das Projekt hat der Gemeinderat einen Baukredit von 2,86 Millionen Franken zuhanden des Parlaments verabschiedet. Der Betrieb werde bis zur Umnutzung des Areals als Zwischennutzung geführt. Das ehemalige Spital­gelände soll ­frühestens ab 2024 mit einer Wohnsiedlung überbaut werden.

Den Produktionsbetrieb in der neuen Küche wird gemäss der Mitteilung des Gemeinderats das Kompetenzzentrum Arbeit übernehmen. So könnten pro Jahr zwölf Qualifizierungsplätze für langzeitarbeitslose Personen eingerichtet werden, die auf diese Weise Basisqualifikationen in der Gastronomie aufbauten.

Berner Zeitung

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