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Bern plant neue Grabart

Die Stadtberner Regierung will eine neue Bestattungsmöglichkeit schaffen: Die ewige Ruhe sollen Verstorbene künftig auch in einem sogenannten Urnenthemengrab finden können, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Der Unterhalb von Gräbern ist kostspielig.
Der Unterhalb von Gräbern ist kostspielig.
Andreas Blatter

Der Gemeinderat reagiert mit dem neuen Angebot auf die zunehmende Nachfrage nach einer Grabart, welche Elemente des Einzelgrabs mit solchen des Gemeinschaftsgrabs verbindet. Denn ein Einzelgrab ist manch einem zu teuer und zu pflegeintensiv; das Gemeinschaftsgrab wiederum empfinden einige als zu unpersönlich.

Bei den Urnenthemengräbern wird ein Beisetzungsplatz mit einem Thema gestaltet und entsprechend bepflanzt, beispielsweise mit Rosen. Namenstafeln weisen darauf hin, wo genau wessen Urne beigesetzt wurde. Die Angehörigen finden auch Platz vor, um Blumen und Erinnerungsgegenstände zu hinterlegen.

Die Kosten für eine Bestattung in einem Urnenthemengrab sollen sich auf rund 2000 Franken belaufen. Weitere Kosten fallen im Verlauf der Ruhedauer von 20 Jahren nicht mehr an.

Mehreinnahmen erwartet

Eine Beisetzung im Gemeinschaftsgrab kommt demgegenüber einmalig auf etwa 270 Franken zu stehen. Die Beisetzung in einem Urnenreihengrab kostet auf 20 Jahre gerechnet fast 10'000 Franken.

Mit der neuen Bestattungsmöglichkeit verfolgt der Gemeinderat noch eine andere Absicht: Er möchte der Stadtkasse mehr Geld zuleiten. Das neue Angebot soll Mehreinnahmen von rund 100'000 Franken pro Jahr bewirken.

Das letzte Wort hat allerdings der Stadtrat. Er wird voraussichtlich im Februar über die nötigen Reglementsanpassungen beraten.

SDA/js

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