Zum Hauptinhalt springen

Bern soll 2019 «Bauhaus-Zentrum der Schweiz» sein

Das 100-Jahre-Jubiläum des Bauhauses ist im kommenden Jahr eines der Highlights auf dem Museumsplatz Bern. Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee widmen der Utopie je eine Ausstellung.

Das Zentrum Paul Klee (Bild) und das Kunstmuseum Bern wollen der Utopie Bauhaus je eine Ausstellung widmen.
Das Zentrum Paul Klee (Bild) und das Kunstmuseum Bern wollen der Utopie Bauhaus je eine Ausstellung widmen.
Danielle Liniger

In der zweiten Jahreshälfte 2019 werde Bern «zum Bauhaus-Zentrum der Schweiz», erklärte Nina Zimmer, Direktorin von Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee, am Donnerstag anlässlich der Jahresmedienkonferenz beider Kulturhäuser in Bern. Das Bauhaus erhob als Utopie den Anspruch, Kunst und Leben zu verbinden.

Ab 30. August stellt das Kunstmuseum Bern den Bauhaus-Lehrer und Schweizer Künstler Johannes Itten ins Scheinwerferlicht. In der Ausstellung «Johannes Itten. Bauhausutopien und Dokumente der Wirklichkeit» sollen sein utopisches Projekt, Leben und Kunst auf ganzheitliche Weise verschmolzen werden.

Zentrale Ausstellungsstücke sind Ittens neu erforschte und erstmals umfangreich präsentierten Tage- und Skizzenbücher. Diese ermöglichen zusammen mit den Schlüsselwerken seiner Malerei einen neuen Blick auf seinen künstlerischen Werkprozess.

Unter dem Titel «bauhaus imaginista» beleuchtet das Zentrum Paul Klee ab 20. September das Bauhaus als kosmopolitisches Projekt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht dabei die Frage, wie die Konzepte und Praktiken des Bauhauses in Ländern wie Japan oder Indien aufgenommen wurden.

Diese zweite Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Bauhaus Dessau, Weimar, Berlin sowie mit dem Haus der Kulturen der Welt Berlin.

«Ekstase» und Klee auf Reisen

Im Zentrum Paul Klee startet das Ausstellungsjahr 2019 im Frühling mit dem Thema «Ekstase» - rund um die Darstellung der Entrücktheit in der Kunst der Moderne und der Gegenwart. Den Jahresauftakt im Kunstmuseum bildet die grosse Gesamtschau der Schweizer Künstlerin Miriam Cahn vom Februar.

Im weiteren bringt das Zentrum Paul Klee erstmals eine umfangreiche Retrospektive von Paul Klee nach Brasilien. In Sao Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte sollen über 100 Werke Klees zu sehen sein.

Beide Museen, die seit fünf Jahren gemeinsam unter einer Dachstiftung geführt werden, blicken auf ein aus ihrer Sicht erfolgreiches 2018 zurück. Zu den Höhepunkten gehörte etwa der zweite Teil der weltweit beachteten Gurlitt-Ausstellung.

Für Aufsehen sorgte auch die gütliche Einigung im Seilziehen um das wohl berühmteste Bild der Gurlitt-Sammlung: «La Montagne Sainte-Victoire» von Paul Cézanne. Im Rahmen der Bemühungen für Provenienzforschung sei hier eine «modellhafte Lösung» gefunden worden, betonte Zimmer.

Je rund 140'000 Eintritte

Beiden Museen verzeichneten 2018 je rund 140'000 Eintritte - etwas mehr als im Vorjahr, als das Kunstmuseum rund 120'000 Eintritte und das Zentrum Paul Klee rund 135'000 Eintritte verbuchte. Definitive Zahlen sollen im Frühling vorliegen.

Nicht übertroffen werden dürfte jedoch die Rekordzahl aus dem Jahre 2010, als 170'000 Personen ins Kunstmuseum strömten - Publikumsmagnet war damals die grosse Albert-Anker-Ausstellung. (ske/sda)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch