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Bern Tourismus träumt von Eventhalle und nervt sich über öV-Partner

Die Stadtberner Touristiker sind nach eigenen Angaben gut ins neue Jahr gestartet. In den ersten vier Monaten gab es gegenüber dem Rekordjahr 2011 nur einen geringfügigen Rückgang der Logiernächte um ein Prozent.

Alec von Graffenried, Präsident Bern Tourismus, träumt von einer Eventhalle.
Alec von Graffenried, Präsident Bern Tourismus, träumt von einer Eventhalle.
Beat Mathys

Der Drei-Säulen-Mix mit Freizeit-, Geschäfts- und Polittourismus bewähre sich weiterhin, stellte Tourismusdirektor Markus Lergier am Donnerstag vor den Medien fest. An Ideen für eine attraktivere Stadt mangelt es ihm trotzdem nicht. So lässt er zurzeit abklären, wie sich eine Standseilbahn vom Bärenpark zum Rosengarten verwirklichen liesse. Allerdings zweifelt selbst Alec von Graffenried als Präsident von Bern Tourismus daran, dass dieses Projekt einst Wirklichkeit wird. Von Graffenried träumt seinerseits von einer Eventhalle.

Diese Lücke im Angebot habe die Stadtregierung eigentlich in der ablaufenden Legislatur schliessen wollen, sagte von Graffenried. Seiner Ansicht braucht Bern eine Eventhalle für etwa 5000 Besucher, zum Beispiel im «Bermuda-Dreieck» von Bernexpo, Stade de Suisse und Postfinance-Arena.

Potenzial sieht von Graffenried auch bei der Vermarktung der Regionen, die neuerdings in Bern Tourismus eingebunden sind. «Zum Beispiel könnte man den Naturpark Gantrisch wohl noch anders positionieren als mit einem Autorennen», hielt er fest.

Kein Mobility Ticket

Gescheitert ist einstweilen die Einführung eines Mobility Tickets, wie es in Basel, Zürich, Genf und anderswo längst üblich ist. Hier erhält jeder Hotelgast einen Gratis-Tagespass für öffentliche Verkehrsmittel.

Laut von Graffenried sind die Verhandlungen zwischen den Berner Hotels und dem Libero-Tarifverbund an den Preisvorstellungen gescheitert. Nach seinen Angaben wollten die Hotels dem Tarifverbund 1 Franken pro Logiernacht zahlen, also insgesamt knapp 700'000 Franken jährlich; der Tarifverbund verlangte 2.50 Franken.

Dass dieses kunden- und umweltfreundliche Angebot nicht zustande kommt, sei «eine Riesenenttäuschung», sagte von Graffenried. Den öV- Unternehmen habe es an Flexibilität gefehlt. Für ihn sei nicht nachvollziehbar, wie der Verbund auf 700'000 Franken verzichten könne, die ihm praktisch ohne Aufwand zugeflossen wären.

SDA/dln

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