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Berner tot in Delfinarium aufgefunden

Auf Ibiza wurde der Berner Bernhard «Charly» Mattli tot aufgefunden. Der 58-Jährige wurde Opfer eines Gewaltverbrechens.

Auf Ibiza wurde am Dienstag (21.3.2017) der Berner Bernhard Urs Mattli tot aufgefunden.
Auf Ibiza wurde am Dienstag (21.3.2017) der Berner Bernhard Urs Mattli tot aufgefunden.
zvg/Facebook
Mattli wurde in einem seit den 90er-Jahren stillgelegten Delfinarium erschlagen.
Mattli wurde in einem seit den 90er-Jahren stillgelegten Delfinarium erschlagen.
Screenshot DiariodeIbiza.es
Mattlis Mitbewohner wurden verhaftet. Der Franzose (im kleinen Bild rechts) hat am Donnerstag gestanden, den 58-Jährigen im Streit mit einer Eisenstange erschlagen zu haben.
Mattlis Mitbewohner wurden verhaftet. Der Franzose (im kleinen Bild rechts) hat am Donnerstag gestanden, den 58-Jährigen im Streit mit einer Eisenstange erschlagen zu haben.
Screenshot DiariodeIbiza.es
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Am Dienstag wurde in einem ehemaligen Delfinarium auf Ibiza die Leiche eines Mannes entdeckt. Wie die Zeitung «Diario de Ibiza» berichtet, kam dieser durch einen Schlag mit einer Eisenstange auf den Kopf ums Leben. Beim Getöteten handelt es sich um den 58-jährigen Bernhard Urs Mattli, wie die lokale Zeitung weiter schreibt. In Bern war Mattli vielen als «Ibiza-Charly» bekannt.

«Ibiza-Charly» erlangte mit seinem ausschweifenden Lebensstil eine gewisse Berühmtheit. In Bern und im Lorenzini sei er als junger Mann der Star gewesen, erinnert sich Boutiquenbesitzer Salvatore Casaluci. Er habe selten gearbeitet, sein Glück dafür oft an Spielautomaten versucht, schreibt der «Bund» in einem Porträt über den «Berner Frauenschwarm der 80er-Jahre».

Spross einer reichen Emmentaler Familie

Als Spross der Langnauer Tigerkäsli-Dynastie plagten den Lebemann in jungen Jahren keine finanziellen Sorgen. Sein Geld habe habe Charly unter anderem mit Drogen, teuren Autos und seinen Abenteuern verprasst, berichtet Casaluci.

Dabei geriet Charly mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt: 2003 wurde er zu 14 Monaten Haft verurteilt, weil er im Mattequartier eine Indoor-Hanfzucht betrieben hatte. Wenig zuvor hatte er in einem Berner Lokal betrunken Schüsse abgefeuert, offenbar um Eindruck bei einer Bardame zu schinden.

Zu seinem Übernamen «Charly» kam Mattli, nachdem er den Film «Spiel mir das Lied vom Tod» gesehen hatte. Von Schauspieler Charles Bronson war Mattli so angetan, dass er sich dessen Namen, Gang und Mimik aneignete, erzählte Michael Grolle, ein Freund des Berner Paradiesvogels, dem «Bund».

Seit November auf Ibiza

In Ibiza war der «Charly» offenbar im November aufgetaucht. Dort habe er, von Geldnöten geplagt, bei zwei Männern, die ein stillgelegtes Delfinarium bewohnten, Zuflucht gefunden, so Grolle. In der Tatnacht sei es zu einem heftigen Streit zwischen den dreien gekommen. Gemäss dem «Diario de Ibiza» hat einer der Mitbewohner mittlerweile gestanden, «Charly» im Streit mit einer Stange geschlagen zu haben.

«Ibiza-Charly» hinterlässt neunjährige Zwillingstöchter. Seinen Freunden bleibt er als intelligenter und gutherziger Lebemann in Erinnerung.

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