Zum Hauptinhalt springen

Berner Bären dürfen in die Ferien

Nun ist es definitiv: Die Berner Bären ziehen von April bis September in den Juraparc Vallorbe. Die beiden Bauprojekte am Bärenpark sollen gleichzeitig realisiert werden.

Mitten in der Natur liegen im Juraparc in Vallorbe die Gehege (hier dasjenige des Luchses).
Mitten in der Natur liegen im Juraparc in Vallorbe die Gehege (hier dasjenige des Luchses).
Keystone

Nun dürfen die Berner Bären Finn, Björk und Ursina doch noch in die Sommerferien. Von Anfang April bis Ende September werden sie im Juraparc Vallorbe (Waadt) verweilen, wie die Stadtregierung am Donnerstag schreibt. Der Bärenpark bleibt den Sommer über geschlossen.

Der Gemeinderat hat die Strategie für die Bauarbeiten am Bärenpark nochmals überdacht. Der Schräglift soll nun zeitgleich mit der Mauerkronensanierung realisiert werden. Ursprünglich hatte die Stadtregierung vorgesehen, die beiden Bauprojekte nacheinander auszuführen, damit die Bären – aus touristischen Gründen – im Park hätten bleiben können.

Das Wohl der Bären höher gewichtet

Die damaligen Absichten des Gemeinderats waren aber auf Kritik gestossen. Erika Siegenthaler, die Präsidentin des Tierparkvereins, hatte es als das Beste erachtet, wenn die Tiere während der Arbeiten umziehen würden. Auch Direktor Bernd Schildger hatte sich gegenüber der Berner Zeitung in diese Richtung geäussert.

Die Stadtregierung lässt nun vernehmen: «Nicht zuletzt aufgrund der Bedenken des Tierparks kam der Gemeinderat auf seinen Beschluss zurück und entschied an seiner gestrigen Sitzung (vom 18. März, Anm. d. Red.), das Wohl der Bären höher zu gewichten als die touristischen Interessen.»

Aber auch «bauliche Überlegungen» kämen hinzu, denn mit der gleichzeitigen Ausführung der Projekte am Bärenpark könnten Synergien genutzt und Kosten gespart werden. «Weiter sind Besucherinnen und Besucher wie auch die angrenzenden Betriebe nur einmal mit einer grösseren Baustelle im BärenPark konfrontiert.»

Gehege wird ausgebaut

Im Frühling wird die Mauerkrone saniert. Dies ist nötig, «weil bei deren Erstellung nicht frostbeständiger Beton verwendet wurde». Die Kosten von etwa einer Million Franken werden zu einem Viertel von den Stadtbauten Bern getragen, den Rest übernehmen die am Bau beteiligt gewesenen Privatunternehmen. Gleichzeitig werden Vorbereitungsarbeiten für den Schräglift vorgenommen. Ab August werde dieser schliesslich montiert, ab Oktober sollte er betriebsbereit sein.

Nicht nur für die Besucher, auch für die Bären wird der Park nach ihrer Heimkehr ein anderer sein. Die Stadt will das leerstehende Gehege neu ausstatten. Vorgesehen sind bessere Klettermöglichkeiten und Liegeplätze sowie eine neue Bepflanzung.

Fürs Publikum soll ebenfalls ein Alternativprogramm geboten werden, der Tierparkdirektor Bernd Schildger hat dafür schon einige Ideen.

BZ/jam/mm

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch