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Berner Burger und Uni erinnern an Büchersammler Jacques Bongars

Vor 400 Jahren starb der französische Gelehrte, Diplomat und Büchersammler Jacques Bongars (1554-1612). Ihm hat Bern eine der grössten Gelehrtenbibliotheken ihrer Zeit zu verdanken.

Mit einer Ausstellung soll in Bern auf das Vermächtnis von Jacques Bongars aufmerksam gemacht werden.
Mit einer Ausstellung soll in Bern auf das Vermächtnis von Jacques Bongars aufmerksam gemacht werden.
zvg

Eine neue Ausstellung und eine Publikation rufen den Büchersammler in Erinnerung. Burger- und Universitätsbibliothek beleuchten damit das Schaffen des Franzosen, der sowohl ein renommierter Gelehrter als auch ein einflussreicher Gesandter des französischen Königs war. Seine Leidenschaft aber galt den Büchern.

Fast sein ganzes Geld gab Bongars für Bücher aus, und nicht selten brachte ihn seine Leidenschaft in Geldnot. Bongars sammelte viele wichtige und kostbare mittelalterliche Handschriften, aber auch aktuelle naturwissenschaftliche Publikationen wie Galileo Galileis berühmte Schrift «Sidereus Nuntius» (Sternenbote) von 1610.

Bongars' Bibliothek umfasst 600 Handschriften und über 7000 gedruckte Bücher, wie die Burgerbibliothek und die Universität Bern am Mittwoch mitteilten. Sie ist damit die grösste erhaltene Gelehrtenbibliothek des 16. Jahrhunderts in der Schweiz.

Ausstellung eröffnet am Donnerstag

Seine wertvolle Sammlung vermachte Bongars seinem Strassburger Patensohn Jakob Graviseth, der 1624 die Berner Schultheissentochter Salome von Erlach heiratete. Einige Jahre später schenkte Graviseth die Bibliothek der Stadt Bern.

Die Ausstellung ist ab diesem Donnerstag (1. November) bis 22. März 2013 in der Universitätsbibliothek an der Berner Münstergasse zu sehen. Die reich bebilderte Publikation der Burgerbibliothek erscheint in der Schriftenreihe «Passepartout» und führt in Leben, Zeit und Sammlung von Jacques Bongars ein.

(SDA)

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