Berner Juso ohne Empfehlung für SP-Regierungsratskandidatinnen

Evi Allemann, Nicola von Greyerz und Ursula Zybach erhalten keine Unterstützung der kantonalen Jungpartei Juso für die Regierungsratswahlen. Die Kandidatinnen seien zu weit rechts in der SP positioniert.

SP-Grossrätin Ursula Zybach und ihre zwei Parteikolleginnen liebäugeln mit dem Regierungsrat. Von der Jungpartei erhalten sie dabei nur wenig Unterstützung.

SP-Grossrätin Ursula Zybach und ihre zwei Parteikolleginnen liebäugeln mit dem Regierungsrat. Von der Jungpartei erhalten sie dabei nur wenig Unterstützung.

(Bild: Jürg Spielmann)

Für die Berner Regierungsratswahlen 2018 hat sich die Juso für keine der drei Anwärterinnen aus der Mutterpartei erwärmen können. Die Jungpartei gibt nach einem Hearing weder für Nationalrätin Evi Allemann noch für die Grössrätinnen Nicola von Greyerz und Ursula Zybach eine Nominationsempfehlung ab.

Als Grund dafür nannte die Juso Kanton Bern in einer Mitteilung in der Nacht auf Montag zu grosse Unterschiede in grundsätzlichen Fragen. Alle drei Kandidatinnen würden zwar über die nötigen fachlichen Kompetenzen verfügen, seien aber klar am rechten Rand der SP zu verordnen. Die Werte der Juso würden von den Kandidatinnen kaum oder nur begrenzt vertreten.

Es brauche eine «klar linke Politik»

Die Juso sei überzeugt, dass Regierungsmitglieder der Linken der bürgerlich dominierten Kantonsregierung und dem Grossen Rat mit einer klar linken Politik entgegentreten müssten, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese Haltung sei von keiner der Kandidatinnen vertreten worden.

Bei den Gesamterneuerungswahlen im Frühjahr 2018 kommt es in der Berner Regierung zu Wechseln. Nicht mehr zur Wiederwahl antreten werden Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (SP) und Hans-Jörg Käser (FDP). Die SP-Kantonalpartei entscheidet am 26. August, wer nebst dem Bisherigen Christoph Ammann sowie einer Kampfkandidatur aus dem Berner Jura in die Regierungsratswahlen ziehen wird.

jaw/sda

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