Kies abgebaut ohne Bewilligung

Hasle

Die Fr. Blaser AG hat im Erweiterungsgebiet Dicki seit 2013 ohne Baugenehmigung Kies abgebaut. Sie reicht nun nachträglich ein Gesuch ein.

Das Abbaugebiet der Fr. Blaser AG in Hasle wurde kontinuierlich erweitert: Für ein Areal, in dem seit 2013 Kies abgebaut wird, liegt jedoch gar keine Bewilligung vor (Archivbild/Thomas Peter).

Das Abbaugebiet der Fr. Blaser AG in Hasle wurde kontinuierlich erweitert: Für ein Areal, in dem seit 2013 Kies abgebaut wird, liegt jedoch gar keine Bewilligung vor (Archivbild/Thomas Peter).

Schon seit etwa 70 Jahren baut die Fr. Blaser AG in der Gemeinde Hasle Kies ab. Deshalb wäre die Meldung, das Unternehmen habe ein Baugesuch für den Kiesabbau eingereicht, keine Überraschung. Die Mitteilung der Gemeinde vom Montagabend lässt aber aufhorchen: Blaser reicht ein nachträgliches Gesuch für das Gebiet Dicki ein, in dem bereits seit 2013 Kies gefördert wird.

Nun hat das Unternehmen festgestellt, dass dafür aber keine Baubewilligung vorliegt. Sie habe umgehend Gemeinde und Regierungsstatthalterin orientiert, teilt die Fr. Blaser AG in einer Stellungnahme mit. Das Baugesuch werde in den nächsten Tagen publiziert. Bis eine Bewilligung vorliege, gelte für das Gebiet der Überbauungsordnung Dicki ein Abbaustopp.

Das Abbaugebiet in Hasle wurde im Verlaufe der Jahre kontinuierlich erweitert. Eine dieser Erweiterungsetappen betrifft das Gebiet Dicki, für das im Oktober 2008 eine Überbauungsordnung (ÜO) genehmigt worden war. Auf ungefähr der Hälfte des Areals sei mittlerweile Kies abgebaut worden, schreibt die Fr. Blaser AG. 

Im Rahmen der Arbeiten für laufende Projekte sei festgestellt worden, dass für den Kiesabbau in der Dicki zwar eine Überbauungsordnung und eine Gewässerschutzbewilligung des Kantons vorliegen, aber keine Baubewilligung. Offenbar sei im Jahr 2008 der letzte Schritt, nach der Genehmigung der ÜO eine solche einzuholen, nicht gemacht worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Nachdem dies bemerkt worden sei, habe die Fr. Blaser AG im vergangenen Dezember den Kiesabbau in der Dicki eingestellt.

In Absprache mit dem Regierungsstatthalteramt hat die Gemeinde Hasle das Unternehmen aufgefordert, umgehend ein Baugesuch für die bereits ausgeführten und noch auszuführenden Abbauarbeiten nachzureichen. Bis eine rechtsgültige Baubewilligung vorliege, bleibe der Kiesabbau in der Dicki eingestellt. Zurzeit werde das benötigte Rohmaterial von der Abbaustelle Kratzmatt (Gemeinde Landiswil) zugeführt und auf der Kiesaufgabestelle in der Dicki verarbeitet. Die Kiesreserven reichen dort noch für etwa vier Jahre.

Die Fr. Blaser AG plant für die Zukunft eine zusätzliche Erweiterung des Kiesabbaus im westlich angrenzenden Gebiet Grossacher. Für dieses Projekt hat die Mitwirkung bereits stattgefunden, die Vorprüfung wurde vor kurzem abgeschlossen.

tg/pd

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt