Berner «Senkeltram» bleibt in luftiger Höhe stecken

Bern

Eine alte Dame blieb am Sonntag zusammen mit dem Liftboy im «Senkeltram» bei der Berner Münsterplattform stecken.

Das Bild einer Leserreporterin zeigt, wie die ältere Dame aus dem Lift befreit wird.

Das Bild einer Leserreporterin zeigt, wie die ältere Dame aus dem Lift befreit wird.

(Bild: Leserreporter)

Das Berner «Senkeltram», das das Mattequartier mit der Münsterplattform verbindet, ist am Sonntag um ca. 16 Uhr nach rund einem Drittel der Fahrt stecken geblieben. Das «Senkeltram» ist ein Personenaufzug.

Die Feuerwehr konnte den Lift mechanisch nach oben ziehen und die beiden eingesperrten Personen befreien. An Bord des «Senkeltrams» waren der Liftboy und eine Dame, wie die Berufsfeuerwehr Bern auf Twitter bekannt gab:

Der Aufzug wird immer von einem Angestellten, dem Liftboy bedient. Dieser kassiert auch das Fahrgeld und fährt stets in der Kabine mit.

Das Senkeltram wurde 1897 in Betrieb genommen und ist eine regelrechte «Institution». Die Bergstation liegt auf der Münsterplattform, die Talstation 32 Meter senkrecht darunter in der Badgasse. Das «Senkeltram» haben bis heute über 25 Millionen Menschen benutzt.

Die rundum verglaste Liftkabine bietet einen aussergewöhnlichen Blick auf die Altstadt, die Matte und die Aare. Der von den Bernern geprägte Begriff Senkeltram meint nichts anderes als senkrechtes Tram. Ein Senkel ist ein Lot oder Richtblei, das Baumeister und Handwerker zur Ermittlung einer Senkrechten benutzen.

flo/sda

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