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Berner Stadtrat übt Kritik am Sparkurs des Kantons

Die vom Grossen Rat beschlossene Taktausdünnung bei den Tramlinien 7 und 8 nach Bern West stiess in der letzten Sitzung des Stadtparlaments auf Unverständnis. Kritik einstecken musste auch die Berner Stadtregierung.

Regula Rytz vertrat die Haltung des Gemeinderates, die Taktausdünnung sei vertretbar.
Regula Rytz vertrat die Haltung des Gemeinderates, die Taktausdünnung sei vertretbar.
Keystone

Ende November nahm das Kantonsparlament aus Spargründen im Budget 2013 Angebotskürzungen im öffentlichen Verkehr vor. Betroffen sind auch die Stadtberner Tramlinien 7 und 8, die nach Bümpliz und Bethlehem führen.

Die Frequenz der beiden städtischen Tramlinien wird ausserhalb der Hauptverkehrszeiten vom 6-Minuten-Takt auf den 7,5-Minuten-Takt ausgedünnt. So spart der Kanton 410'000 Franken.

Bevölkerungsreichster Stadtteil

Zu Unrecht, wie man nun im Berner Stadtrat von links bis rechts befand. Die Fraktionen SP/JUSO und FDP kritisierten den Angebotsabbau in dringlichen Vorstössen. Es sei falsch, ausgerechnet beim öffentlichen Verkehr im bevölkerungsreichsten Stadtteil zu sparen, sagte Interpellant Rithy Chheng (SP). Die Trams dorthin seien bereits heute stark ausgelastet. Zudem drohe ein Stellenabbau bei Bern Mobil.

«Inakzeptabel und unverständlich» sei das Vorgehen, befand auch die Freisinnige Jacqueline Gafner. Mit Befremden entnahm sie der Antwort auf ihren Vorstoss, dass die Berner Stadtregierung hinter der Kürzung im Tramfahrplan stehe, ja diese sogar selber vorgeschlagen habe.

Gemeinderat findet es vertretbar

Gemeinderätin Regula Rytz (GB) vertrat die Haltung des Gemeinderats: Weil die Taktausdünnung lediglich zu Randzeiten erfolge, sei sie vertretbar und auch nötig zur Entlastung der städtischen Finanzen. Der Gemeinderat könne keinen generellen Leistungsabbau beim Angebot im öffentlichen Verkehr des Stadtteils Bern West erkennen.

Weitergehende Ausdünnungen im Tramfahrplan der Stadt, so stellte Rytz klar, halte aber auch der Gemeinderat für unverantwortlich. Er habe entsprechende Begehren von kantonaler Seite abgewehrt.

Trotz dieser Beteuerungen der Verkehrsdirektorin zeigten sich die Interpellanten mit der gemeinderätlichen Antwort nicht zufrieden.

SDA/dln

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