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Berner Stadtrat will höheres Tempo bei Einführung der Basisstufe

Der Berner Stadtrat drängt auf eine rasche Einführung der Basisstufe auf dem ganzen Stadtgebiet. Mit 46 zu 27 Stimmen hat er am Donnerstag eine entsprechende Forderung der SP/Juso-Fraktion als Postulat überwiesen.

Der Gemeinderat soll bis 2016 in jedem Schulkreis mindestens zwei Basisstufenklassen eröffnen.
Der Gemeinderat soll bis 2016 in jedem Schulkreis mindestens zwei Basisstufenklassen eröffnen.
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Basisstufenklassen kämen den persönlichen Fähigkeiten der Vier- bis Achtjährigen besser entgegen, machte Lea Kusano (SP) geltend. Doch zurzeit gebe es bloss zwei Basisstufen in Bümpliz und eine im Wankdorf.

Das sei «nur ein Tropfen auf den heissen Stein» angesichts der 3400 Stadtberner Kinder, die von einer solchen Klasse profitieren könnten. Der Gemeinderat solle bis 2016 in jedem Schulkreis mindestens zwei Basisstufenklassen eröffnen. Das Anliegen erwies sich nur in der unverbindlichen Form des Postulats als mehrheitsfähig - und nur dank der geballten Stimmkraft der rot-grünen Ratsmehrheit.

Denn selbst Befürwortern ging ein verbindlicher Fahrplan zu weit. So etwas komme nur einem Schreibtischtäter in den Sinn, befand etwa Martin Schneider für die BDP/CVP-Fraktion. Die Mitte-Parteien GFL, Grünliberale und EVP vertraten die Ansicht, das bestehende Modell und die Basisstufe hätten durchaus nebeneinander Platz. Beide hätten ihre Vorzüge. Die FDP machte geltend, ein allzu hohes Tempo überfordere auch die Lehrkräfte.

Grundsätzliche Opposition kam von der SVP. Die Basisstufe fördere manche Kinder, vernachlässige aber andere, machte Fraktionschef Roland Jakob geltend.

Kanton entscheidet

Schuldirektorin Franziska Teuscher ging ein fixer Fahrplan ebenfalls zu weit. Das geforderte Tempo sei zu forsch. Ausserdem liege die Einführung der Basisstufe gar nicht in der Kompetenz der Stadtregierung.

Denn die Stadt könne lediglich Gesuche für die einzelnen Schulen an den Kanton stellen. Der Kanton entscheide dann mit Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten.

Dass der Stadtrat den Punkt als Postulat überwies, hat nur symbolischen Charakter. Denn die Ratsmehrheit beschloss sogleich, die Antwort des Gemeinderats als Prüfungsbericht gelten zu lassen.

SDA/jzu

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