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Besetzer bleiben, Stadt wartet

Trotz Ultimatum haben die Besetzer die städtische Liegenschaft an der Bahnstrasse 69 nicht verlassen. Die Stadt hofft, dass sie es noch tun. Die Besetzer aber denken nicht daran und wollen am Samstag demonstrieren.

Im Gebäude an der Bahnstrasse 69 haben sich Hausbesetzer niedergelassen.
Im Gebäude an der Bahnstrasse 69 haben sich Hausbesetzer niedergelassen.
Google Maps

Bis am Freitag, 12 Uhr, hätte das Besetzerkollektiv Steigi 69 das der Stadt gehörende, heruntergekommene Betongebäude an der Bahnstrasse 69 verlassen sollen. Dieses Ultimatum hatte Immobilien Stadt Bern den Besetzern vor zehn Tagen gesetzt.

Doch die behördliche Ansage entfaltete keine Wirkung. Steigi 69 ist geblieben, was auch städtische Mitarbeiter am Freitag bei einem Augenschein feststellten. «Wir zählen aber darauf, dass das Kollektiv das Haus nun doch noch freiwillig verlässt», hält Dagmar Boss, Leiterin des Abteilungsstabs bei Immobilien Stadt Bern, fest.

Die Besetzer haben allerdings andere Pläne, wie sie schon vor Tagen ankündigten. Sie wollen in dem Haus bleiben, bis die derzeit von Einsprachen bestrittene Baubewilligung vorliegt. Es sei widersinnig, bei dem aktuell kleinen Leerwohnungsbestand Häuser auf Vorrat abzureissen, noch bevor klar sei, dass die geplanten Modulbauten realisiert werden könnten.

Politische Unterstützung erhalten sie von der Linksaussenfraktion im Stadtrat, die in einer dringlichen Motion vom Gemeinderat fordert, mit den ­Besetzern erneut das Gespräch aufzunehmen.

Laut Dagmar Boss wird Immobilien Stadt Bern eine Strafanzeige einreichen, wenn die Besetzer nicht weichen. Das wird wohl eine polizeiliche Räumung zur Folge haben. Die Besetzer ihrerseits haben für Samstag, 17 Uhr, am Loeb-Egge eine ­Demonstration angesagt.

jsz

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