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BKW kann Hochspannungsleitung Wattenwil - Mühleberg ausbauen

Die Bernischen Kraftwerke (BKW) können die Hochspannungsleitung zwischen Wattenwil und Mühleberg ausbauen. Das Bundesamt für Energie (BFE) hat der BKW FMB Energie AG die Plangenehmigung erteilt. Diese ist allerdings mit Auflagen verbunden.

Demnach kann die Leitung auf einer Länge von knapp 30 Kilometern als Freileitung realisiert werden. Daneben muss aber unter anderem ein 3,3 km langer Kabelabschnitt in der landschaftlich geschützten Gegend von Rümligen in die Erde verlegt werden, wie das BFE am Donnerstagmorgen mitteilte.

Dieser Kabelabschnitt muss in einem separaten Plangenehmigungsverfahren bewilligt werden. Dazu ist ein gesondertes Gesuch einzureichen.

Höher und breiter

Weiter kann die BKW in landschaftlich geschützter Gegend höhere Masten mit breiteren Auslegern bauen. Sie muss aber als Ersatzmassnahme 16kV-Freileitungen in einer Länge von rund 5,5 Kilometern in der Region Oberbütschel, Bütschelegg, nördlich von Niedermuhlern und Gurten-Köniztäli verkabeln.

Schliesslich darf sie einen Mast nicht so hoch bauen, wie geplant. Auch hier muss eine Ersatzmassnahme ins Auge gefasst werden.

Der Leitungsausbau dient laut BKW FMB Energie AG der längerfristigen Versorgungssicherheit des Grossraums Bern sowie der sicheren Stromversorgung des Alp-Transit-Basistunnels Lötschberg.

BKW prüft Auflagen und mögliche Konsequenzen

Die BKW Energie AG hat den Entscheid des Bundes am Donnerstag zur Kenntnis genommen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die Auflagen und deren Konsequenzen wolle man nun eingehend prüfen.

Gegen den Entscheid des BFE kann innert 30 Tagen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben werden.

Auch in der Gemeinde Rümligen will man zunächst einmal prüfen, ob mit dem Entscheid die Forderungen der Gemeinde erfüllt sind, wie Gemeindepräsident Eduard Probst auf Anfrage sagte. Die Gemeinde habe immer den Standpunkt vertreten, dass die bestehende Hochspannungsleitung so rasch wie möglich weg müsse und dass die neue in den Boden verlegt werde.

Hunderte Einsprachen

Gegen den Ausbau gingen hunderte Einsprachen ein, darunter viele standardisierte Formulareingaben. Auch diverse Gemeinden entlang der Strecke wehrten sich. Gegner des Ausbaus schlossen sich auch in einer Interessengemeinschaft zusammen.

Die Gegner befürchten, dass elektromagnetische Felder im Bereich der Stromleitungen gesundheitliche Schäden hervorrufen könnten. Ausserdem verschandelten die Strommasten die Landschaft und führten auf den betroffenen Grundstücken zu einer Wertverminderung.

Der Widerstand gegen die Hochspannungsleitung hat auch schon das Berner Kantonsparlament beschäftigt. Dieses hiess letzten November einen Vorstoss gut, der vom Regierungsrat verlangt, sich für eine Erdverlegung stark zu machen.

SDA/aw

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