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Bleirückstände in Wylerbad

Am Montag beginnt die Altlastensanierung der Wiese des Freibads Wyler in Bern. Dort befand sich bis in die 1930er-Jahre ein Schiessstand.

Das Wylerbad wird von Bleirückständen befreit.
Das Wylerbad wird von Bleirückständen befreit.
Andreas Blatter

Die Sportplätze Wyler und das Schwimmbad Wyler befinden sich auf dem Gebiet eines ehemaligen 300-m-Schiessplatzes und eines Kleinkaliberschiessstands. Die Schiessanlagen wurden 1935 abgebrochen. Ein Teil des östlichen Seitendamms der ehemaligen 300-m-Anlage ist noch gut sichtbar. Der Kugelfangdamm des ehemaligen Kleinkaliberstands lag im Bereich des heu­tigen Kinderschwimmbeckens und des Spielplatzes des Wylerbads. Deshalb werde die dortige Liegewiese des Freibads jetzt saniert, wie die Stadt mitteilt.

Im April des vergangenen Jahres wurde auf der Liegeweise eine Bodensondierung vorgenommen, um die Bleibelastung zu eruieren. Die rund 130 entnommenen Proben wurden im Labor analysiert. Es wurden keine konkreten Hinweise auf stark belastetes Material entdeckt, jedoch wurden geringfügige Bleirückstände im Oberboden nachgewiesen. Der Bleigehalt dieser Rückstände unterschreite den Grenzwert mit Ausnahme einer Probe deutlich, heisst es in der Mitteilung der Stadt. Für die Badegäste habe nie eine gesundheitliche Gefährdung bestanden. Dennoch wurde entschieden, den Oberboden aus Sicherheitsgründen auszutauschen.

Die Bauarbeiten beginnen am Montag und dauern je nach Witterung ungefähr drei Wochen. Anschliessend wird der Boden begrünt und bleibt bis circa Mitte Juni gesperrt. Die Arbeiten haben keinen Einfluss auf den Saisonstart. Die Kosten der Sanierung von rund 300'000 Franken werden von Bund und Kanton mitfinanziert. Der Anteil der Stadt wird voraussichtlich 60'000 Franken betragen. Die anderen stillgelegten städtischen Schiessanlagen Niederried und Bümpliz sollen diesen Sommer beziehungsweise 2018 saniert werden.

pd

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