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«Bubenfreund» gesteht Brandstiftung

Das Feuer löste eine heftige Debatte um Gewalttaten und sexuelle Übergriffe aus – doch wieso es 2002 im Knabenheim «Auf der Grube» in Niederwangen gebrannt hat, blieb unklar. Bis jetzt, da eine DNA-Spur zum Täter führte.

Spuren des Brandes im August 2002 beim Knabenheim in Niederwangen.
Spuren des Brandes im August 2002 beim Knabenheim in Niederwangen.
Andreas Blatter

In einer Sommernacht vor dreizehn Jahren brannte das Knabenheim «Auf der Grube» in Niederwangen. Tage später erhielten sowohl Medien wie der Regierungsrat Briefe eines «Bubenfreunds». Darin bekannte sich dieser der Brandstiftung und erhob massive Vorwürfe gegen das Heim.

Der Absender schrieb von «sexuellen Übergriffen», von «Knabenschänder», davon, dass im Heim ein «Klima der Angst» herrsche.Diese Briefe brachten einiges ins Rollen. Zeitungen berichteten. Betroffene ehemalige Heimknaben sprachen vor Fernsehkameras darüber, was ihnen angetan worden war. Es folgte eine amtliche Untersuchung, die letztlich die dunkle Vergangenheit des Heims zwischen 1965 und 2000 ans Licht brachte.

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