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«Brezel-Affäre» geht für KTB-Direktor Märki weiter

Stephan Märki, Direktor von Konzert Theater Bern, droht weiterhin ein Prozess an seiner früheren Wirkungsstätte in Weimar. Er soll seiner Lebensgefährtin die Bewirtung am dortigen Theater verschafft haben.

Stephan Märki, Direktor von Konzert Theater Bern, hat nach wie vor Ärger mit der Justiz an seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Weimar.
Stephan Märki, Direktor von Konzert Theater Bern, hat nach wie vor Ärger mit der Justiz an seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Weimar.
Urs Baumann

Der Direktor von Konzert Theater Bern (KTB), Stephan Märki, kann sein früheres Engagement in Weimar juristisch noch nicht zu den Akten legen. Die Staatsanwaltschaft Erfurt strebt offenbar weiter einen Prozess gegen ihn an.

Das berichten die «Thüringische Landeszeitung» und der Sender MDR Thüringen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft war am Mittwoch nicht erreichbar. Die seit langem bekannte Geschichte dreht sich um ein Vergabeverfahren am Deutschen Nationaltheater (DNT) Weimar, wo Märki Intendant war.

Im Jahr 2010 soll der Zuschlag für die Bewirtung am DNT an eine Betreiberin gegangen sein, die damals die Lebensgefährtin von Märki war. Medien in Thüringen kreierten den Begriff «Brezel-Affäre», weil es um den Verkauf von Sekt und Brezeln im Foyer des Theaters geht.

Ende November 2012 hatte das Landgericht Mühlhausen die Anklage der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen: Selbst wenn die Vorwürfe stimmten, würde nach Gesetzeslage keine Straftat vorliegen.

Märki geniesst volles Vertrauen in Bern

Gegen diesen Entscheid hat die Staatsanwaltschaft nun Beschwerde eingereicht. Der Ball liegt damit beim Oberlandesgericht. Die Staatsanwaltschaft sehe weiterhin hinreichen Tatverdacht für wettbewerbsbeschränkende Absprachen, schreiben deutsche Medien.

Auf das Engagement in Bern hat das juristische Seilziehen offensichtlich keinen Einfluss. Bereits vor einem Jahr hatte der KTB-Stiftungsrat gelassen auf die Anklageerhebung reagiert. Märki geniesse weiterhin das volle Vertrauen, betonte das Gremium damals.

Die Vorwürfe seien dem Stiftungsrat schon bei der Wahl Märkis im Mai 2011 bekannt gewesen. Das sei auch bei der Präsentation Märkis vor den Medien in Bern deutlich gemacht worden.

SDA/tag

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