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Brunner wird doch nicht Stadtingenieur

Der designierte Nachfolger von Hans-Peter Wyss als Berner Stadtingenieur tritt seine Stelle wegen eines besseren Jobangebots nicht an: Andreas Brunner bleibt bei den SBB.

Andreas Brunner hat sich kurzfristig gegen den Posten des Berner Stadtingenieurs entschieden.
Andreas Brunner hat sich kurzfristig gegen den Posten des Berner Stadtingenieurs entschieden.
zvg

Im März konnte Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) aufatmen: Die Stadtregierung wählte damals den 42-jährigen Kulturingenieur und SBB-Kadermann Andreas Brunner zum neuen Stadtingenieur. Doch nun dies: Die Bau­direktorin musste mit­teilen lassen, dass Brunner seine Stelle nicht antreten wird, weil ihm «die SBB ein attraktives Angebot gemacht haben, das er annehmen» wolle. Die Gemeinde­rätin spricht von einer «unschönen Geschichte», will aber Brunners Entscheid nicht weiter kommentieren.

Für sie bedeutet dieser ungewöhnliche Rückzieher ein herber Rückschlag. Damit bleibt eine der Schaltstellen in ihrer Direktion verwaist. Im Oktober 2017 gab die Stadt den Abgang des langjährigen Stadtingenieurs Hans-Peter Wyss per Jahresende bekannt. Zwischen Wyss und Wyss war es zu Spannungen gekommen.

Stadt kann nicht mitziehen

Das Tiefbauamt wird bis auf weiteres interimistisch von Reto Zurbuchen geführt, der diese Funktion seit Anfang 2018 wahrnimmt. Der Chefposten soll ausgeschrieben werden. Laut Wyss ist Zurbuchen an diesem nicht interessiert. Er sehe sich als Mann der Projekte, was seiner angestammten Funktion entspricht.

Für die Baudirektorin ist die Geschichte auch Ausdruck davon, dass die Stadt Bern bei gewissen Kaderstellen nicht konkurrenzfähig ist. «Der maximale Jahreslohn liegt bei etwa 200'000 Franken. Doch gewisse Kantone oder die Bundesbe­triebe bezahlen für vergleichbare Jobs locker mehrere Zehntausend Franken mehr.»

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