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Bub stürzt aus Fenster, Staatsanwaltschaft verurteilt Mutter

Eine Mutter hatte letzten Sommer ihren fünfjährigen Sohn eine halbe Stunde alleine in der Wohnung gelassen. Das Kind stürzte drei Stockwerke tief aus dem Fenster. Die Mutter wurde nun verurteilt.

Dreissig Minuten. So lange war ein fünfjähriges Kind im Juni 2018 allein in einer Wohnung im unteren Sensebezirk. Die Mutter hatte diese kurz nach dem Mittag verlassen, um ihr anderes Kind in den Kindergarten zu bringen und kurz etwas im Dorfladen einzukaufen.

Der Bub öffnete in dieser Zeit ein Fenster in der Wohnung und beugte sich hinaus. Wie er später sagte, wollte er nachschauen, ob jemand nach ihm rief. Er stürzte aus dem Fenster und fiel aus einer Höhe von 8,40 Metern drei Stockwerke tief hinunter auf den Parkplatz vor dem Haus. Eine Nachbarin fand das blutende Kind und alarmierte die Rettungs­kräfte.

Eine Woche im Spital

Der Junge erlitt beim Sturz zahlreiche Verletzungen: ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma, eine Lungenprellung, ein Pneumothorax in beiden Lungen, ein Pneumomediastinum (Austritt einer ­kleinen Luftmenge aus beiden Lungen in den Spalt zwischen Brustwand und Lunge), eine ­Leberprellung, mehrere Unterkieferfrakturen, mehrere Zahnluxationen, eine tiefere Quetschwunde am Kinn und eine verschobene Fraktur am rechten Arm nahe dem Handgelenk.

Wie es im Strafbefehl heisst, war der Kleine eine Woche im Spital, jedoch waren die Verletzungen gemäss Arztbericht nicht lebensgefährlich. Noch ist nicht klar, ob die Knochenbrüche am Unterarm und am Unterkiefer zu bleibenden Schäden führen.

Mutter verurteilt

Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat die Mutter nun für das Geschehene verurteilt. Indem sie ihren Sohn unbeaufsichtigt gelassen und dieser beim Sturz einfache Körperverletzungen erlitten habe, habe sie ihre gesetzliche Obhutspflicht vernachlässigt.

Sie wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 30 Franken verurteilt, dies mit einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem muss sie eine Busse von 300 Franken bezahlen sowie die Verfahrenskosten von 643 Franken übernehmen.

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