Bundesgericht bestätigt Urteil gegen Betrüger

Freiburg

Ein 37-jähriger Mann aus dem Sensebezirk hat seine Betrügereien gewerbsmässig begangen, und die Freiheitsstrafe war ­gerechtfertigt.

Das Bundesgericht in Lausanne unterstützt im Fall eines Betrügers aus dem Sensebezirk die Freiburger Richter.

Das Bundesgericht in Lausanne unterstützt im Fall eines Betrügers aus dem Sensebezirk die Freiburger Richter.

(Bild: Keystone)

Was das Bezirksgericht Sense und das Kantonsgericht Freiburg geurteilt hatten, hat Bestand. Das bekräftigte das Bundesgericht in einem soeben veröffentlichten Urteil im Falle eines heute 37-jährigen Mannes, der die Justiz der Kantone Bern und Freiburg in den letzten Jahren mehrfach beschäftigt hatte. Der Mann befindet sich derzeit im Strafvollzug in der Strafanstalt Witzwil.

Der im Sensebezirk wohnhafte Mann hatte vor allem in Juwelierläden teuren Schmuck ausgesucht, einen Einzahlungsschein verlangt, einen kleinen Teil der Kaufsumme eingezahlt, die Quittung gefälscht und mit diesem manipulierten Beleg die Ware abgeholt.

Auf dieselbe Weise hatte er auch versucht, ein Auto sowie Kredite zu ergattern. Deshalb verurteilte ihn das Strafgericht Sense wegen gewerbsmässigen Betrugs im Sommer 2015 zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten und einer Busse von 100 Franken.

Die Berufung ans Kantonsgericht fand ebenfalls kein Gehör, sodass der Mann gegen das Urteil eine Beschwerde am Bundesgericht einreichte. Er beantragte, dass er nicht wegen teilweise versuchten gewerbsmässigen Betrugs, sondern lediglich wegen teilweise versuchten einfachen Betrugs zu belangen sei. Er verlangte, die Freiheitsstrafe um 6 auf 12 Monate zu reduzieren, diese zugunsten einer ambulanten Therapie aufzuschieben oder allenfalls in eine psychiatrische Behandlung während des Strafvollzugs umzuwandeln.

Das Bundesgericht bezieht sich in seiner Einschätzung auf Aussagen des Manns bei der polizei­lichen Einvernahme. Damals hatte er gesagt, dass er seine Finanzen nicht im Griff hätte und einen Lebensstil pflegte, den er sich nicht leisten könnte. «Der Beschwerdeführer nahm im Zeitraum von 6 Monaten fünf vollendete und zwei versuchte Betrugshandlungen zum Nachteil von sieben verschiedenen Unternehmungen vor», erinnert das Bundesgericht.

Berner Zeitung

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