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Burgdorf weist tamilische Hindu nach Bern

Hindu dürfen ­ihre Toten nicht mehr auf dem Burgdorfer Friedhof verabschieden. Weil die Infrastruktur an Grenzen stösst, sollen sie nach Bern aus­weichen.

Wehrt sich gegen das Verbot: Vithyaah Subramaniam, Vertreterin der Interessengemeinschaft Hinduistische Abdankungen.

Wehrt sich gegen das Verbot: Vithyaah Subramaniam, Vertreterin der Interessengemeinschaft Hinduistische Abdankungen.

(Bild: Thomas Peter)

Christian Zeier@ch_zeier

Noch heute kommen Thayalini Subramaniam die Tränen, wenn sie von jenem Mittwoch im Dezember 2016 erzählt. 17 Jahre lebten sie und ihr Mann damals in der Schweiz, davon 15 Jahre in Oberburg. «Wir mussten Sri Lanka verlassen, weil wir Probleme hatten», sagt die Tamilin. «Wir kamen hierher, wir arbeiteten und zahlten Steuern. Wir taten alles, was man von uns verlangte, und am Ende werden wir so behandelt.»Als Thayalini Subramaniams Mann 2016 nach kurzer Krankheit starb, kontaktierte die Trauergemeinschaft am selben Tag den Friedhof Burgdorf, um die Abdankung zu organisieren. Eine naheliegende Wahl: Die Zähringerstadt verfügt über ein für die hinduistische Bestattungskultur unerlässliches Krematorium. Zudem fanden hier während Jahren immer wieder tamilisch-hinduistische Abdankungen statt. Bis zu besagtem Mittwoch im Dezember.

Berner Zeitung

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