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Café «Flieger» ist eröffnet

Damit das Burgfeld-Quartier ein Café bekommt, backen 15-Jährige Güezi, Mütter opfern ihre Freizeit und ältere Semester greifen zur Bohrmaschine. Ein Besuch im «Flieger».

Nicole Wyrsch, Vereinsmitglied im Burgfeld, erklärt ihr neues Café. Fotofilm: cla

Seit 9.30 Uhr ist das Café «Flieger» an der Mittelholzerstrasse offen und eine Stunde später ist die Kaffeemaschine kaputt. Kein Problem für Nicole Wyrsch, sie greift zum Telefon und ruft die Reparaturhotline an. Die 45-Jährige ist eine der rund 30 Aktivmitglieder des Vereins, die das Café auf die Beine gestellt haben.

Bis im Frühling sei hier die Pizzeria Cielo gewesen, die nur mässig lief, erzählt die zweifache Mutter. «Schon vor zwei Jahren habe ich den Liegenschaftsbesitzer angefragt, ob wir die Räume nicht als Begegnungsort fürs Quartier brauchen können», erinnert sie sich. Und nun hat es geklappt: Ohne Miete zahlen zu müssen, darf der Verein die Räume bis nächsten April zwischennutzen.

Vor der Haustüre

Den Namen «Flieger» kommt daher, weil hier die Strassen nach Bekanntheiten aus der Schweizer Luftfahrt benannt sind. Auch der Einrichtung des Cafés ist dies anzusehen: Die Wände sind voller antike Fotos, mit alten Zeitungen dekoriert und in der Spielecke stehen Holzflieger. Dort haben es sich auch drei Frauen aus der Nachbarschaft gemütlich gemacht. Anstatt Kaffee gibt halt es heute morgen Tee, was den Damen egal ist. «Ich finde es super, gibt es nun endlich ein Café. Manchmal will man eben nur vor die Haustüre mit den Kindern», sagt die 30-jährige Julia Fankhauser, eine der drei Mütter.

Auch anwesend ist ein weiterer Besucher, der nach einer Quartierbegehung das Café besucht hat. «Ich kenne jemanden aus dem Verein und wollte mir das mal anschauen», erklärt der Könizer.

Mit der Bohrmaschine

Da das Gemeindehaus zugehen soll, könnte der «Flieger» eine wichtige Rolle fürs Quartier bekommen. Weiter vorne wurde gerade eine Indoorspielhalle eröffnet, wo es ebenfalls ein Café gibt. «Das ist gut und wird auch für uns belebend wirken», sagt Wyrsch.

Die Tage und Abende haben die Vereinsmitglieder untereinander aufgeteilt und die verkürzten Schichten verteilt. Nicht nur ältere Anwohner seien interessiert, eine 15-Jährige wollte ebenfalls mitarbeiten. «Das geht natürlich wegen des Alters nicht, aber sie bäckt nun für uns Güezi», freut sich Wyrsch. Natürlich in der Form von Flugzeugen. Auch einen Handwerker gibt es im Team: Fritz Kläy betritt gerade das Lokal, in den Händen eine Bohrmaschine, bereit für Aufträge aller Art.

Als die drei Mütter ihre Kinder dick eingepackt haben und sich verabschieden, wird noch Dutzis gemacht. Beim nächsten Besuch klappt es bestimmt mit dem Café.

Eröffnungsfeier am 9. Dezember, ab 14:00 Uhr.

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