Chliforst-Gegner wittern nach SBB-Angebot Morgenluft

Nach dem Angebot der SBB, im Raum Bern gemeinsam mit der BLS Züge zu warten, spüren die Gegner der geplanten BLS-Werkstätte im Chliforst Aufwind. Sie fordern die BLS auf, «das Angebot der SBB ernsthaft zu prüfen.»

Würden sich SBB und BLS eine Werkstätte zur Wartung ihrer Züge teilen, könnte ein Neubau im Chliforst überflüssig werden.

Würden sich SBB und BLS eine Werkstätte zur Wartung ihrer Züge teilen, könnte ein Neubau im Chliforst überflüssig werden.

(Bild: Keystone)

Mit dem Bekanntwerden des SBB-Angebotes für eine gemeinsame Wartung sei nun klar, «dass es die umstrittene Werkstätte nicht braucht», schreiben die Gemeinde Frauenkappelen, die IG Riedbach, der Verein Chlyforst, der Leist Oberbottigen und die Quartierkommission Bümpliz Betlehem in einer Mitteilung vom Montag.

Die fünf Partner machen dabei deutlich, dass sie «nicht gegen den öffentlichen Verkehr agieren». Es spiele für sie auch keine Rolle, welches öV-Unternehmen welche Aufgaben erfülle. Wichtig sei, dass ein guter Service zu einem guten Preis erbracht werde. Es sei jetzt Aufgabe von BLS und SBB, sich unter der Leitung des für das Sachplanverfahren zuständigen Bundesbehörden so zu einigen, «dass der unsinnige Bau einer riesigen Industrieanlage in einem Naherholungsgebiet verhindert werden kann.»

Die SBB hatte am Wochenende Meldungen der Zeitungen «Der Bund» und «Tages-Anzeiger» bestätigt, wonach die SBB der BLS im Streit um eine Fernverkehrskonzession ein Angebot vorgelegt hat. In diesem Zusammenhang zeigt sich die SBB offenbar auch zu einer Kooperation bei den Werkstätten bereit.

chh/sda

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