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Dank der Huldi-Stiftung lebt er seinen Traum

Die Stiftung Maria Margaretha Huldi unterstützt besonders begabte Jugendliche aus der Gemeinde Grossaffoltern. Einer von ­ihnen ist der Leichtathlet Marc Bill. Er setzt im Moment ganz auf die Karte Sport.

Marc Bill hat Grosses vor in seinem Sport. Die Stiftung aus dem Erbe von Maria Margarethe Huldi unterstützt ihn auf dem Weg dazu.
Marc Bill hat Grosses vor in seinem Sport. Die Stiftung aus dem Erbe von Maria Margarethe Huldi unterstützt ihn auf dem Weg dazu.
Matthias Käser/BT

Maria Margaretha Huldi war eine weltgewandte Dame. Zumindest in der Erinnerung von Niklaus Marti: «Sie war ein interessierter Mensch, oft auf Reisen», erzählt der BDP-Politiker und Gemeindepräsident von Grossaffoltern.

Zudem besass sie ein stattliches Vermögen. Sie war die Tochter des Bären-Wirts, und als das Restaurant in den 1970er-Jahren niederbrannte, verkaufte die Familie ihren Grund und Boden.

2011 starb Maria Margaretha Huldi mit 100 Jahren. Sie vermachte Grossaffoltern ein Mehrfamilienhaus in Safnern. Allerdings mit der Auflage, dass mit dem Verkaufserlös eine Stiftung gegründet wird zur Unterstützung besonders begabter Jugendlicher aus der Gemeinde.

Auf Anfang 2015 ist dies passiert, gegründet wurde eine unselbstständige Stiftung, «damit die Ge­meinde involviert bleibt», wie Marti sagt. Dies ist bei dieser Form insofern der Fall, als der Stiftungsrat deckungsgleich mit dem Gemeinderat ist.

Kaum freie Tage

Zu jenen, die ihre Chance gepackt haben und von der Stiftung profitieren, gehört der Leichtathlet Marc Bill. Der 19-Jährige ist aktueller Hallen-Schweizer-Meister über 1000 Meter sowie Schweizer Meister über 1500 Meter bei den Junioren (U-20), dazu kommt ein dritter Rang über 1500 Meter bei den Aktiven.

«Mein Höhepunkt war die Qualifikation für die Cross-EM in Italien im Dezember», sagt Bill. Mit dem Resultat ist er allerdings nicht zufrieden – eine Erkältung bahnte sich an und verhinderte den erhofften Exploit.

Bill fand den Weg zur Leichtathletik über den Turnverein Grossaffoltern, wo er noch Generalist war. «Später merkte ich, dass mir Rennen über 800 und 1500 Meter besonders liegen», sagt er. So wechselte er zuerst zum Leichtathletikclub Biel und später zum Stadtturnverein Bern. Dieser ist, anders als der Namen vermuten lässt, kein klassischer Turn-, sondern eben ein Leichtathletikverein.

Dort arbeitet er hart für seinen Sport, freie Tage kennt er nur nach einem Wettkampf. In der Regel trainiert er – unter der Aufsicht der früheren Spitzensportlerin Sandra Gasser – rund 15 Stunden die Woche. Daneben besucht er die Sporthandelsschule. Im Rahmen dieser Ausbildung macht er derzeit ein Praktikum beim Vermögenszentrum Bern.

Zum dritten Mal

Bill lebt noch bei seinen Eltern in Grossaffoltern, und sie sind es auch, die ihren Sohn grösstenteils finanziell unterstützen. «Die Ausgaben für meine Sportkarriere betragen pro Jahr mehrere Tausend Franken», schätzt Bill.

«Die Ausgaben für meine Sport­karriere betragen pro Jahr mehrere Tausend Franken.»

Marc Bill

Neben der Ausrüstung gingen vor allem die Trainingslager und die Reisen zu Wettkämpfen im Ausland ins Geld. Bill ist deshalb froh über das Geld aus der Huldi-Stiftung. Dieses Jahr wird er bereits zum dritten Mal unterstützt.

Sein nächstes grosses Ziel ist die Qualifikation für den 1500-Meter-Lauf an der Europameisterschaft in Polen, mittlerweile in der Kategorie U-23. Zuvor stehen noch die Hallen-Schweizer-Meisterschaft in Magglingen und die Cross-Schweizer-Meisterschaft U-23 auf dem Programm.

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