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Das Alpine Museum blitzt im Ständerat ab

Nachdem am Mittwoch ein Vorstoss im Ständerat unterging, sucht Beat Hächler, Direktor im Alpinen Museum, nach einem anderen Weg zur Rettung seines Hauses.

Das Alpine Museum soll vom Bund ab 2018 statt wie bisher eine Million noch 250'000 Franken im Jahr erhalten.
Das Alpine Museum soll vom Bund ab 2018 statt wie bisher eine Million noch 250'000 Franken im Jahr erhalten.
zvg

Eloquent fegte Kulturminister Alain Berset (SP) amMittwoch im Bundeshaus die Interpellation der Baselstädter Ständerätin Anita Fetz (SP) vom Tisch, in der es auch um die unsichere Zukunft des Alpinen Museums in Bern ging. Dessen Direktor Beat Hächler hörte auf der anderen Seite der Aare dem Bundesrat online aufmerksam zu und erfuhr, dass mit der Museumspolitik des Bundes alles zum Besten stehe.

Anita Fetz hatte bei der Landesregierung ein ganzes Bündel verfahrenstechnischer Fragen eingereicht zur Hauruckübung, mit der das Bundesamt für Kultur (BAK) im letzten Sommer eine neue Verteilstrategie zu den Museumssubventionen lancierte. Diese bedroht die Existenz des Alpinen Museums, denn die innovative Institution soll vom Bund ab 2018 statt wie bisher eine Million noch 250'000 Franken im Jahr erhalten.

Berset erklärte, dass die neue Subventionspraxis aufgrund transparenter Kriterien erfolgt sei. Und er liess es sich nicht nehmen, zum Vorwurf der Hauruckübung zu betonen, dass gerade der Ständerat 2015 bei der neuen Subventionsstrategie für Museen eine Tempoverschärfung verlangt habe.

«Das ist eine verpasste Chance», sagt der enttäuschte Museumsdirektor Beat Hächler auf Anfrage. Leider seien zentrale Fragen, die über das Subventionsverfahren hinausgingen, gar nicht diskutiert worden. Hächler möchte wissen, wie der Bund als einer der Hauptträger seine Verantwortung gegenüber dem Alpinen Museum wahrnimmt, ob er dem vitalen Thema Alpen weiterhin eine Institution widmen will und ob er bereit ist, für das Haus notwendige zusätzliche Finanzierungsquellen zu erschliessen. Noch dieses Jahr werde man diese Fragen erstmals mit dem BAK diskutieren, sagt Hächler.

Die schon 11'000 Unterschriften unter einer Petition zur Rettung des Alpinen Museums bestärken Hächler in der Überzeugung, dass noch nicht alle Fragen geklärt sind. Stefan von Bergen

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