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«Das arme Land wird nicht von der bösen Stadt überstimmt»

Die Regionalkonferenz Bern-Mittelland vertieft den Graben zwischen Stadt und Land, anstatt ihn zuzuschütten: Das ist ein Vorwurf der ländlichen Gemeinden. Ruedi Flückiger, selbst Vertreter des ländlichen Raums, sieht das nicht so.

Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat kein Verständnis dafür, wenn Landgemeinden für ihre Probleme der Stadt die Schuld geben.
Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat kein Verständnis dafür, wenn Landgemeinden für ihre Probleme der Stadt die Schuld geben.
Andreas Blatter
Ruedi Flückiger, SP-Gemeindepräsident von  Schwarzenburg, präsidiert seit Anfang Jahr die Geschäftsleitung der Regionalkonferenz Bern-Mittelland.
Ruedi Flückiger, SP-Gemeindepräsident von Schwarzenburg, präsidiert seit Anfang Jahr die Geschäftsleitung der Regionalkonferenz Bern-Mittelland.
Urs Baumann
Bowils Gemeindepräsident und Grossrat Moritz Müller (SVP) sieht für die Regionalkonferenz keine Zukunft, wie er Ende November sagte.
Bowils Gemeindepräsident und Grossrat Moritz Müller (SVP) sieht für die Regionalkonferenz keine Zukunft, wie er Ende November sagte.
Andreas Blatter
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Ruedi Flückiger, Sie sind der zweite Präsident der Regionalkonferenz Bern-Mittelland. Der grosse Vorwurf an dieses Gremium ist, dass das Land von Stadt und Agglo nicht ernst genommen werde.

Ruedi Flückiger: Ich teile diese Wahrnehmung nicht. Die Stadt Bern hat die Stimmkraft gar nicht, um zu dominieren. In der Stadt kommt auf 3000 Einwohner eine Stimme. Bei uns im Sektor Süd kommt eine Stimme auf 1000 Einwohner, und in anderen Sektoren ist es ähnlich. Wenn es eine Stimmenungleichheit gibt, dann zugunsten der Landbevölkerung – natürlich unter der Bedingung, dass wir uns organisieren.

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