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Das Asylzentrum ist völlig heruntergewirtschaftet

Das geschlossene Asylzentrum in Enggistein macht auf Beat Meiner einen schlechten Eindruck. Der Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe über die Schwierigkeit, Liegenschaften zu finden.

Die rund hundert Asylbewerber sind aus Enggistein ausgezogen. Der Kanton hat die Schliessung des Asylzentrums verfügt, weil die Installationen alt und damit die Brandschutzauflagen nicht mehr zu erfüllen seien. Doch eine Frage blieb auch gestern Morgen offen: Ist die Liegenschaft tatsächlich in einem derart schlechten Zustand? Oder entspricht sie nicht vielmehr dem, was bei Zentren dieser Art üblich ist? Genau das hielt die Heilsarmee-Flüchtlingshilfe als Verantwortliche vor Ort der Kritik aus Bern entgegen.

Auch Beat Meiner, der Generalsekretär der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, hat auf die Frage keine abschliessende Antwort parat. So, wie er die Anlage im Fernsehen gesehen habe, habe er aber den Eindruck, dass die Liegenschaft völlig heruntergewirtschaftet sei. Er erinnert aber daran, dass das Angebot an Wohnungen mit der allgemeinen Zuwanderung aus Europa knapper geworden ist. Entsprechend höher sind heutzutage die Mieten, und das, so der Generalsekretär, erschwere die Suche nach bezahlbaren Unterkünften für Asylbewerber zusätzlich. Zumal in diesem Zusammenhang noch andere Faktoren als allein das Geld eine Rolle spielen. So werden Asylbewerber kaum je mit offenen Armen empfangen werden. Wer eine Liegenschaft zu diesem Zweck vermietet, muss deshalb damit rechnen, von allen Seiten kritisiert zu werden.

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