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Das dunkle Schicksal der «Sitzenden Frau»

Bei der «Sitzenden Frau» von Henri Matisse handelt es sich um Raubkunst. Als erstes Werk aus Gurlitts Sammlung hätte das Millionengemälde jüngst an die rechtmässigen Besitzer zurückkehren sollen.

Denkbar ist, dass die gefundenen Kunstwerke von Gurlitts österreichischem Haus in seine Münchner Wohnung gebracht wurden: Das Namensschild von Cornelius Gurlitt an seinem Haus in Salzburg.
Denkbar ist, dass die gefundenen Kunstwerke von Gurlitts österreichischem Haus in seine Münchner Wohnung gebracht wurden: Das Namensschild von Cornelius Gurlitt an seinem Haus in Salzburg.
dpa
Ein ganzes Leben hatte er damit verbracht, möglichst kein Aufsehen zu erregen: Cornelius Gurlitt im November 2013.
Ein ganzes Leben hatte er damit verbracht, möglichst kein Aufsehen zu erregen: Cornelius Gurlitt im November 2013.
Babirad Picture
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
2014 ProLitteris, Zürich, Keystone
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56 × 47 Zentimeter misst sie, die «Sitzende Frau», gemalt im Jahr 1923. Ernst schaut sie aus ihrer geblümten Bluse auf die Betrachter. Ernst ist auch die Geschichte des Porträts. Denn das Gemälde von Henri Matisse (1869–1954) hängt nicht etwa in einem Museum, es lagert mit in einem Münchner Depot – zusammen mit rund 1300 weiteren Werken aus der berühmt-berüchtigten Sammlung des verstorbenen Cornelius Gurlitt. Dieser vermachte die Sammlung dem Kunstmuseum Bern. Dass die «Sitzende Frau» dereinst in Bern ausgestellt wird, ist aber unwahrscheinlich. Es handelt sich um eines jener Werke, die im Verdacht der Nazi-Raubkunst stehen.

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