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Der elektronische Badmeister, den fast niemand will

Ein System mit Ultraschall und Mikrocomputer signalisiert, wenn jemand am Ertrinken ist. Das Bad Bolligen ist als eines von zwei Schweizer Bädern damit ausgerüstet und gilt als Vorzeigemodell. Doch andere Bäder und Badegäste zeigen wenig Interesse.

Ein Badmeister fürs Handgelenk: Martin Kühn zieht seiner Tochter Paula Kühn vor dem Schwimmkurs das elektronische Armband an.
Ein Badmeister fürs Handgelenk: Martin Kühn zieht seiner Tochter Paula Kühn vor dem Schwimmkurs das elektronische Armband an.
Iris Andermatt

Paula Kühn vom Schwimmkurs Krokodil-Eisbär weiss schon, wie es geht: Bevor sie ins Wasser darf, holt sie ein Armband bei der Schwimmlehrerin und lässt es sich von ihrem Vater anziehen. Andere Kinder lassen sich von der Lehrerin helfen. «Das ist, für wenn ich im Wasser umfalle», erklärt ein 8-jähriges Mädchen. Das Armband enthält einen Mikrocomputer, der einem Sensor im Becken per Ultraschall signalisiert, wie lange und wie tief es im Wasser liegt. Wenn das Mädchen «umfällt», das heisst sich länger als 20 Sekunden mehr als einen halben Meter unter der Wasseroberfläche befindet, gehen die Signallampen an. Ein schriller Alarm ertönt.

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