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Der Schuldenberg wächst und wächst

Die Gemeinde­versammlung sagt Ja zum Budget 2017 – und damit zur Erhöhung der Liegenschaftssteuer. Die finanziellen Aussichten sind aber nicht rosig.

Die finanzielle Zukunft der Gemeinde Bolligen sieht nicht gerade rosig aus.
Die finanzielle Zukunft der Gemeinde Bolligen sieht nicht gerade rosig aus.
Tomas Wüthrich

Hat ein Haus einen amtlichen Wert von 600 000 Franken, zahlt der Besitzer 600 Franken Liegenschaftssteuer. 1 Promille. Bolligen erhöht diesen Ansatz nun auf 1,2 Promille. Für das erwähnte Haus sind das 120 Franken mehr, für die gesamte Gemeinde bedeutet es zusätzliche Einnahmen von rund 240 000 Franken.

Dadurch – und dank «grossen Sparbemühungen», wie der Gemeinderat festhält – sieht das steuerfinanzierte Budget wieder einmal schwarze Zahlen vor. Bei einem Umsatz von 26 Millionen Franken wird ein Plus von 154 000 Franken erwartet. Der Steuerfuss bleibt bei 1,60 Einheiten.

Die Gemeindeversammlung hat das Budget gestern Abend deutlich genehmigt. Die SVP stellte den Antrag, die Liegenschaftssteuer bei 1,0 Promille zu belassen. «Sonst wird das Wohneigentum und damit auch die Gemeinde unattraktiver», argumentierte SVP-Sprecher Michael Christen. Der Antrag hatte beim Volk aber keine Chance.

Die finanzielle Lage bleibt so oder so schwierig. Alleine dieses Jahr hat die Gemeinde 7 Millionen Franken Fremdkapital aufgenommen, damit hat sie nun 25 Millionen Franken Schulden. Das ist ein neuer Höchststand. In den kommenden Jahren stehen weitere Grossinvestitionen an, der Schuldenberg wird damit weiter ansteigen.

Bereits nächstes Jahr wächst er auf voraussichtlich 27,5 Millionen Franken, wie der Gemeinderat in der Botschaft ankündigt. «Das bereitet uns grosse Sorgen», erklärte FDP-Sprecher Christoph Frech. Thomas Zysset von der SP sah die Situation nicht ganz so düster – auch bezüglich Liegenschaftssteuern. «Verglichen mit den umliegenden Gemeinden sind wir damit immer noch im Mittelfeld.»

maz

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