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Der Unort soll ein neues Gesicht erhalten

Dunkelheit, Vandalismus, Velodiebstähle: Der Zugangsbereich zur Schulanlage Moos ist nicht gerade einladend. Nun soll der Unort umgestaltet werden – rechtzeitig zur Eröffnung der neuen Ballsporthalle nächsten Herbst.

Beliebt bei Velodieben: Der unüberwachte und schlecht beleuchtete Zugang zur Schule Moos.
Beliebt bei Velodieben: Der unüberwachte und schlecht beleuchtete Zugang zur Schule Moos.
Raphael Moser

Das Publikum, das im Gümliger Moos ein und aus geht, ist vielfältig. Auf dem Areal gibt es ein Schulhaus, eine Turnhalle und einen Kindergarten. Hier kreuzen sich Schüler und Lehrer ebenso wie Kindergärtler und Amateursportler.

Dazu kommen Lokalpolitiker, die in der Aula der Sekundarschule regelmässig ihre Parlamentssitzungen abhalten. Zum Publikum auf der Schulan­lage gehören seit geraumer Zeit aber auch Velodiebe und Van­dalen.Das Problem sind nicht die Schulbauten selbst, sondern der Zugangsbereich. Am Abend ist er schlecht beleuchtet. Es ist düster und eng.

Und es gibt Büsche, die vor Blicken schützen – und somit Kriminelle geradezu einladen, ihr Unwesen zu treiben. «Man fühlt sich dort einfach nicht wohl», sagt Sebastian Mävers, Leiter Hochbau und Planung bei der Gemeinde Muri-Gümligen. Die bedrohliche Atmosphäre und die regelmässigen Diebstähle und Vandalenakte hätten zu einem «stark eingeschränkten ­Sicherheitsempfinden» geführt.

Dazu komme die unbefriedigende Verkehrssituation. «Immer wieder fahren Leute mit dem Auto bis vor den Schulhauseingang», so Mävers. Das sei nicht nur gegen die geltenden Regeln, sondern unter Umständen auch gefährlich.

Neue Halle, neues Gesicht

Der Missstand soll nun behoben werden. Damit sich Benützer der in die Jahre gekommenen Schulanlage wohler fühlen, will die Gemeinde den Zugang grundlegend erneuern. Konkret heisst das: Laternen montieren, Büsche entfernen, Parkplätze umgestalten und moderne Poller installieren. Kurz: «Der düstere und unübersichtliche Zugang soll freundlicher werden», so Mävers. «Und etwas repräsentativer.»

Gerade Letzteres wird in Gümligen nicht ganz zufällig angestrebt. Denn: Im Herbst 2018 eröffnet gleich neben der Schulanlage Moos die neue Ballsporthalle – ein topmodernes Leistungszentrum mit nationaler Ausstrahlung. In der neuen Halle, die Platz für 2000 Zuschauer bieten soll, wird künftig Handball , Fussball und Volleyball auf Spitzenniveau betrieben. Ein Unort in unmittelbarer Umgebung ist da wenig einladend.

Kostenpunkt: 600 000 Franken

Dass die geplante Neugestaltung des Zugangsbereichs einen Zusammenhang mit der Ballsporthalle hat, bestreitet man auch bei der Gemeinde nicht. Der Hauptgrund dafür, dass man die Sache gerade jetzt anstosse, sei aber ein anderer: Weil vor der Fertigstellung der neuen Halle in den nächsten Monaten ohnehin noch die Aussensportanlagen saniert werden müssen, möchten die Verantwortlichen gleich auch den Zugang zur Schule aufwerten. «Es macht absolut Sinn, beide Projekte gleichzeitig zu realisieren», so Mävers.

Kosten lassen will sich die ­Gemeinde das Facelifting samt Umgestaltung des Pausenhofs 600 000 Franken. In zwei Wochen befindet das Parlament über den Kredit.

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