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Diagnose: Betrug

Ein Arzt aus der Agglomeration Bern wurde zu einer bedingten Gefängnisstrafe von neun Monaten verurteilt. Er hat trotz Berufsverbots Patienten behandelt und Leistungen verrechnet.

Auch ohne Bewilligung behandelte der verurteilte Arzt weiterhin Patienten.<br><i>(Symbolbild/iStock)</i>

Auch ohne Bewilligung behandelte der verurteilte Arzt weiterhin Patienten.
(Symbolbild/iStock)

Hans Ulrich Schaad

Es war die alles entscheidende Frage: Was hat der Arzt aus der Region Bern mit dem eingeschriebenen Brief gemacht, den er am 3. November 2017 kurz vor 18 Uhr abgeholt hat? Im Schreiben entzog das Kantonsarztamt dem heute 46-jährigen Deutschen die Berufsausübungsbewilligung als Arzt per sofort. Trotzdem praktizierte der Mediziner bis Mitte Januar 2018 weiter und verrechnete die Behandlungen den Krankenversicherungen. Ihm wurden in der fraglichen Periode rund 70'000 Franken ausbezahlt.

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