Die BLS baut fleissig Bahnhöfe um – nun ist Grosshöchstetten dran

Grosshöchstetten

Der Bahnhof im Zentrum des Dorfes von Grosshöchstetten soll zu einem attraktiven Begegnungsort werden.Dafür wird er in zwei Etappen modernisiert.

Wenn die Perrons nächstes Jahr erhöht werden, können alle Personen ebenerdig in die Züge einsteigen. Foto: Christian Pfander

Wenn die Perrons nächstes Jahr erhöht werden, können alle Personen ebenerdig in die Züge einsteigen. Foto: Christian Pfander

Annic Berset

62 von 119 Bahnhöfen hat die BLS bis heute umgebaut und modernisiert – nun ist derjenige von Grosshöchstetten an der Reihe. Bis Ende 2020 werden die Perrons erhöht und verlängert, die Signalanlagen erneuert und die Weichen ersetzt. Dafür investiert das Bahnunternehmen rund 10 Millionen Franken.

«Bei den Umbauarbeiten geht es in erster Linie um die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes», erklärt BLS-Pressesprecher Stefan Dauner. Nach der Modernisierung des Bahnhofs sollen alle Reisenden ebenerdig in den Zug einsteigen können. Davon würden nicht nur Personen mit eingeschränkter Mobilität profitieren, sondern auch Eltern mit Kinderwagen oder Leute mit Fahrrädern.

Nicht mehr Züge

Mit diesen Massnahmen ist die Umgestaltung aber noch nicht abgeschlossen. In einem nächsten Schritt plant die BLS gemeinsam mit der Gemeinde, das ganze Gebiet rund um den Bahnhof neu zu gestalten und attraktiver zu machen. «Der Bahnhof soll ein Begegnungsort des Dorfes werden, er liegt mitten im Zentrum von Grosshöchstetten», sagt Dauner. Im Moment läuft die Planung, wenn möglich wolle man 2023 oder 2024 mit den Bauarbeiten beginnen.

In das Projekt involviert sind auch die Post und die Landi, beiden gehört ein Gebäude auf dem Bahnhofsareal. Ein weiteres ist ein runder Pavillon, den die BLS im Baurecht erworben hat. Früher war dort ein Café untergebracht. Wie er dereinst genutzt wird, ist noch nicht klar.

Neuer Bahnhofplatz in Biglen

Auf der Bahnlinie zwischen Hasle-Rüegsau und Thun wird auch andernorts fleissig umgebaut. In Biglen etwa gibt es ebenfalls hindernisfreie Zugänge und Perrons, der Bahnhofplatz wird komplett neu gestaltet und das heutige Bahnhofsgebäude abgerissen. Es wird durch ein Wartehäuschen ersetzt.

Beim Bahnhof Oberdiessbach sind die Arbeiten bereits abgeschlossen, eine Kurve wurde begradigt, damit die Züge schneller fahren und somit die Anschlüsse in Konolfingen und Thun gewährleistet werden können. Ende 2019 starten voraussichtlich die Modernisierungsarbeiten am Bahnhof Brenzikofen, zwei Jahre später folgen die Bahnhöfe in Heimberg und Steffisburg.

In Grosshöchstetten werden die Umbauarbeiten allerdings nicht zur Folge haben, dass auf dieser Linie mehr Züge eingesetzt werden und etwa eine zusätzliche Verbindung zwischen Walkringen und Thun entsteht. Diese war vor einigen Jahren aus dem Fahrplan gestrichen worden.

«Wir bauen vor allem für hindernisfreie Zugänge zu den Zügen», betont Stefan Dauner. Ein weiterer Auslöser für die Projekte sei das Vorantreiben der Fernsteuerung aller Signal- und Sicherungsanlagen aus der Betriebszentrale der BLS in Spiez.

Berner Zeitung

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