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Die Drohung war «ganz konkret und zeitlich definiert»

Nach zweitägigem Unterbruch wird an allen sieben Standorten der Berner Gewerbeschule wieder unterrichtet. Die Hintergründe der Drohung sind allerdings weiter unklar.

Ruhe nach dem Sturm: Am Montag ist die Gewerbeschule wieder zum Schulalltag übergegangen (24. Februar 2014).
Ruhe nach dem Sturm: Am Montag ist die Gewerbeschule wieder zum Schulalltag übergegangen (24. Februar 2014).
Adrian Dällenbach
Keiner kommt rein: Die Gibb bleibt zwei Tage geschlossen (21. Februar 2014).
Keiner kommt rein: Die Gibb bleibt zwei Tage geschlossen (21. Februar 2014).
Adrian Dällenbach
Bereits im Jahr 2008 war bei der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern eine anonyme Drohung eingegangen. Als Urheber stellte sich ein 16-jähriger Schüler heraus. Er gab in der Folge an, er habe nie vorgehabt, zur Tat zu schreiten. Er wurde von der Schule ausgeschlossen (Archivbild).
Bereits im Jahr 2008 war bei der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Bern eine anonyme Drohung eingegangen. Als Urheber stellte sich ein 16-jähriger Schüler heraus. Er gab in der Folge an, er habe nie vorgehabt, zur Tat zu schreiten. Er wurde von der Schule ausgeschlossen (Archivbild).
Keystone
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Nach zweitägigem Unterbruch hat die Berner Gewerbeschule ihren Betrieb am Montag wieder aufgenommen. An allen sieben Standorten werde in gewohntem Rahmen unterrichtet, wie die Schuldirketion mitteilte.

Der Unterricht sei «problemlos und ruhig» angelaufen. Zu Beginn der Lektionen habe es eine Information durch die Lehrkräfte gegeben. Den Lernenden sei gesagt worden, dass die Drohung «ganz konkret und zeitlich definiert» gewesen sei, sagte Direktorin Sonja Morgenegg auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. In Absprache mit der Polizei habe man beschlossen, den Unterricht am Montag wieder aufzunehmen.

Drohung ist eine Straftat

Nähere Angaben zur Art der Drohung würden weiterhin nicht gemacht, erklärte Morgenegg mit Verweis auf das laufende Strafverfahren. Den Schülerinnen und Schülern sei nochmals in Erinnerung gerufen worden, dass eine Drohung dieser Art eine Straftat sei.

Ob es Lernende gab, die aus Angst den Unterricht am Montag nicht besuchten, konnte die Direktorin nicht sagen. Den Schülern sei jedenfalls in Erinnerung gerufen worden, dass es einen internen Beratungsdienst gebe. Diese kümmere sich nicht nur um schulische und private Probleme aller Art, sondern biete auch Hilfe an, wenn jemand wegen der Drohung verunsichert oder ängstlich sein sollte.

«Schlechter Scherz»

Schüler erzählten gegenüber Redaktion Tamedia, dass manche Lehrkräfte während dem Unterricht sicherheitshalber die Türe abgeschlossen haben, ansonsten ist man zum normalen Schulalltag übergegangen.

So ist denn auch die Stimmung auf dem Pausenplatz der Schule entspannt. Polizisten sind auf dem Gelände der Gibb keine zu sehen. Die Lernenden sind sich einig: «Das war doch nur ein schlechter Scherz, genau so wie das letzte Mal.» Die meisten gehen davon aus, dass die Drohung von einem Schüler der Schule stammte.

Bereits vor sechs Jahren hatte ein Schüler mit einer Amokdrohung für Aufregung gesorgt. Mit einem Grossaufgebot hatte die Polizei damals die Gewerbeschule geräumt. Der Droher war schnell gefasst, wurde verurteilt und von der Schule verwiesen.

2000 Betroffene

Nach der Drohung am Donnerstag 20. Februar waren alle sieben Standorte der Gewerblich-Industriellen Berufsschule (Gibb) am Freitag und Samstag geschlossen geblieben. Betroffen waren am Freitag rund 2000 Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitende.

Die Hintergründe der Drohung sind weiter unklar. Zum Stand der Ermittlungen machte die Kantonspolizei Bern auch am Montag keine Angaben. Mehrere Personen seien befragt worden, hiess es lediglich. Die Situation werde weiter beobachtet, erklärte Polizeisprecherin Corinne Müller.

SDA/ad

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