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Die Erweckung des vergessenen Nobelpreisträgers

Kaum jemand weiss noch, dass der Berner Regierungsrat und Pazifist Charles Albert Gobat 1902 den Friedensnobelpreis erhielt. Das will ein parteiübergreifendes Grüpplein ändern. Das Gedenken an den sperrigen Freisinnigen fällt aber nicht leicht.

Die Universität Bern war Charles Albert Gobats Wirkungsstätte.
Die Universität Bern war Charles Albert Gobats Wirkungsstätte.
Urs Baumann

Sieben karge Zeilen war der Tageszeitung «Bund» die Meldung wert, dass der Berner Regierungsrat und Pazifist Charles Albert Gobat am 10. Dezember 1902 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. Die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) schwieg die Ehrung gar tot.

Hobbyhistoriker Heinz Schild (76) hat die alten Zeitungen in der Nationalbibliothek in Bern gesichtet. «Schon damals ist Gobat ins Abseits gestellt worden», sagt er. Anders als die Friedensnobelpreisträger Henri Dunant, Martin Luther King oder Barack Obama fehle der grosse Berner Kosmopolit leider heute im öffentlichen Bewusstsein. «Das schmerzt mich», sagt Schild.

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