Zum Hauptinhalt springen

Die Externen sind noch bis Ende Mai nötig

Noch ist unklar, wie viel Geld Köniz für die krisengeschüttelte Musikschule aufwenden muss. Die externe Hilfe läuft bis mindestens Ende Mai.

Die Krise in der Musikschule Köniz soll im Detail aufgearbeitet werden: Das forderte ein Vorstoss von SVP, FDP und BDP, und am Montag debattierte darüber das Parlament. Die drei Parteien hatten im letzten Herbst umgehend reagiert. Die Musikschule war nach gewichtigen Abgängen in der Verwaltung in einen Liquiditätsengpass geschlittert, sodass die Gemeinde mit einem Darlehen von 200'000 Franken in die Bresche springen musste.

Weil gleichzeitig der Vorstand des ­Trägervereins das Handtuch geworfen hatte, nahm der damalige Gemeindepräsident Ueli Studer (SVP) das Heft in die Hand. Ob es in dieser Situation nicht angebracht wäre, die Geschäftsprüfungskommission untersuchen zu lassen, wie es so weit hatte kommen können? Immerhin steckt Köniz Jahr für Jahr um die 1,5 Millionen Franken Subventionen in die Schule.

In ihrer Antwort hatte schon die Kommission selber signalisiert, dass sie sich einem Bericht nicht verschliesst. Genauso klar hielt sie aber auch fest, dass es dafür noch zu früh sei. Sie regte deshalb an, den Vorstoss in der unverbindlicheren Form des Postulats zu überweisen– und stiess bei der Erstunterzeichnerin auf offene Ohren: Sie sei zu diesem Schritt bereit, hielt eine nach wie vor sehr ernüchterte Erica Kobel (FDP) fest.

Der Gemeinderat sei ja daran, die Geschehnisse aufzuarbeiten, und dabei dürfe man ihn nicht behindern. Auch die anderen Parteien mahnten, man dürfe diesen Prozess durch eine überhastete Untersuchung nicht noch zu­sätzlich belasten, und so stimmte das Parlament der Umwandlung einhellig zu.

Gemeinderat Hans-Peter Kohler (FDP) zeigte sich darob erfreut. Er stellte in Aussicht, dass die externen Fachkräfte, die die Schule zurzeit unterstützen, ab etwa Ende Mai/Juni abgezogen werden könnten. Bis man wisse, in welcher Form die Schule künftig geführt werde, gehe es aber wohl noch länger.

Externe Hilfe kostet – doch wie teuer die Sache Köniz am Ende zu stehen kommt, ist zurzeit offen. Laut Kohler lässt sich im Moment nicht abschätzen, welcher Teil der Kosten aus dem Ver­mögen des Trägervereins gedeckt werden kann. Das Darlehen selber muss bis Ende März 2019 zurückgezahlt sein.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch