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Die Gemeinde ist im Ritterhuus willkommen

Die erste Hürde für die neue Musikschule ist genommen: Die Kirchgemeinde verkauft der Gemeinde die Obergeschosse im Ritterhuus.

Schlosshof mit Ritterhuus (violett) und Rossstall (rötlich).
Schlosshof mit Ritterhuus (violett) und Rossstall (rötlich).
Walter Pfäffli

Der Rossstall und weitere Gebäude auf dem Könizer Schlossareal gehören der Gemeinde schon, bald werden die Obergeschosse im Ritterhuus dazukommen.

Dann jedenfalls, wenn am 1. Mai auch das Parlament Ja sagt: In einem ersten Schritt hat gestern die Kirchgemeinde den Handel vorbereitet und dem Verkauf der drei Etagen im Stockwerkeigentum zugestimmt. Sie trennt sich damit von einem Teil des Hauses, das ihr seit gut zwanzig Jahren voll und ganz gehört hatte.

Ganz ohne kritische Stimmen ging die Debatte nicht über die Bühne. Zu Wort meldete sich ­allen voran der Präsident des ­betroffenen Kirchenkreises, dem das Ritterhaus im Parterre und im Keller als Kirchgemeindehaus dient. Das Vorhaben stosse nicht nur auf Zustimmung, sagte Peter Lerch.

Er gab zu bedenken, dass der Verkauf die Kirchgemeinde im Ritterhuus in die Minderheit dränge. In dieser Position könne sie bei gemeinschaftlichen Investitionen nur noch zahlen, derweil die Gemeinde bestimme.

Ritter zweifelte weiter daran, ob der ausgehandelte Verkaufspreis von 940 000 Franken dem maximal Möglichen entspreche. Und er schloss generell: «Wer langfristig denkt, stösst heute keine Liegenschaften ab.» Man könne die drei Obergeschosse genauso gut vermieten.

Andere entgegneten, die Gemeinde habe sich als gute und verlässliche Partnerin erwiesen. Einen anderen Käufer zu finden, sei allein deshalb schwierig, weil es keine Parkplätze gebe. Und der Preis sei sehr wohl angemessen, weil Köniz noch weitere 2,5 Millionen Franken investieren müsse. Dieses Geld reiche nicht einmal für drei, sondern nur für zwei Stockwerke. Das Dachgeschoss bleibe im Rohbau.

Ratspräsidentin Brigitte Steb­ler betonte einmal mehr, dass die Kirchgemeinde den Erlös aus dem Verkauf sehr gut für andere Investitionen brauchen könne. Das sah die Mehrheit gleich, und so wurde der Handel mit 46 Ja gegen 5 Nein klar angenommen. Die Gemeinde plant, das Ritterhuus in ihrem Teil für die Musikschule zu nutzen.

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