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Die grosse Linde weicht

Spektakulärer Holzschlag am Donnerstag am Bahnhof Murten: Die Stadt fällte die grosse Linde auf dem Verkehrskreisel.

Am Donnerstagmorgen schlug endgültig das letzte Stündchen des Baumes, dessen Alter die Stadt auf 60 bis 80 Jahre schätzt. Kurz vor acht Uhr rüsten sich Arbeiter des Forstbetriebes Region Murtensee mit Klettergurt und Helm aus. Einige Passanten verfolgen neugierig das Treiben am Verkehrsknotenpunkt. «Der Baum stand schon, als ich zur Schule ging», sagt ein älterer Mann. Gekonnt turnt einer der Arbeiter in der kahlen, asymmetrischen Baumkrone herum. Ein Seitentrieb nach dem anderen fällt zu Boden. «Das ist ja alles faul», ruft eine Passantin erstaunt.

Schliesslich machen sich die Arbeiter an das Hauptstück, den eigentlichen Stamm. Nun befestigen die Arbeiter eine Schlinge aus Drahtseil um den Stamm der Linde. Sie soll garantieren, dass der Stamm in die gewünschte Richtung fällt. Die Motorsägen heulen auf und fressen sich am Fuss des Stammes langsam durch das Holz. Dann verstummen die Maschinen. Den Rücken dem Stamm zugewendet, schiebt ein Arbeiter einen Meterstab in das herausgeschnittene Loch. «Mit dem Meterstab lässt sich feststellen, in welche Richtung der Stamm fällt und wie weit er fällt», erklärt Beat Jaberg, Leiter des Werkhofs.

Langsam kippt der Stamm, dann schlägt er krachend auf dem Boden auf. Nun zeigt sich deutlich, warum die Linde weichen musste. «Dieses Loch hat der Pilz hinterlassen», sagt Pascal Aebischer, Verantwortlicher für die Bäume beim Murtner Werkhof. Er zeigt auf ein dickes Loch im Stamm.

Krank war der Baum seit vielen Jahren. Im April will die Stadt auf dem Kreisel eine junge Linde ­pflanzen.

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