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Die Helvetic Airways bleiben im Belpmoos und bauen aus

Die Helvetic-Airline verlässt Bern nicht und baut ihr Angebot nach Griechenland, Italien und Nordafrika aus.

Tobias Pogorevc (links) und Roger Zintl von Kuoni Reisen.
Tobias Pogorevc (links) und Roger Zintl von Kuoni Reisen.
Urs Baumann

Die Helvetic Airways bleiben Bern treu. Dies teilte die Fluggesellschaft gestern an einer Medienkonferenz mit. Sie präsentierte ihren Flugplan 2012 – und somit ihre neuen Destinationen. Nachdem die Konkurrentin Skywork im September ihren Partner, das Reisebüro Aaretal Reisen AG, übernommen hatte, war zunächst unklar, ob und wie die Helvetic in Zukunft in Bern präsent sein würde.

«Die Sommersaison 2011 war erfolgreich», sagt Finanzchef Tobias Pogorevc. «Wir wollten in Bern einen vorsichtigen Start wagen, und das ist uns geglückt.» In diesem Jahr ist die in Bern stationierte Helvetic-Maschine Fokker100 bisher 155 Mal gestartet und gelandet. Transportiert hat sie dabei über 19'000 Passagiere. Die Sitzauslastung liegt laut Pogorevc durchschnittlich zwischen 60 und 70 Prozent. «Damit sind wir zufrieden.» Zudem wurden in Belp 30 Arbeitsplätze geschaffen, von denen 20 mit Personen aus der Region besetzt wurden.

Viele Hürden

Das erste Jahr der Helvetic verlief aber nicht nur sorglos. Wegen der unsicheren politischen Lage in Nordafrika musste die Fluggesellschaft im Frühling ihre Destinationen Djerba und Enfidha (Tunesien) streichen. Die als Ersatz geplante Destination Girona an der Costa Brava wurde vom Reiseveranstalter wieder verworfen. Mit regelmässigen Flügen nach Pristina – für den Transport von Arbeitskräften – konnten die Ausfälle aber teilweise kompensiert werden.

Die Helvetic musste sich auch der Belper Infrastruktur anpassen. Die Fokker-Maschinen haben ein Abfluggewicht von rund 45 Tonnen. Aus topografischen Gründen und wegen der Pistenlänge dürfen sie von Belp aus nur mit einem Gesamtgewicht von 42 Tonnen abfliegen. Gewicht abbauen kann die Helvetic, indem sie weniger Treibstoff tankt und ihre Maschinen also weniger weit fliegen, als sie eigentlich könnten. «Weiter als bis Griechenland können wir von Belp aus nicht fliegen», sagt Pogorevc. Auch sei es einige Male zu Zwischenlandungen gekommen, weil man nachtanken musste.

Weil die Skywork Anfang September überraschend die Aaretal Resien AG übernahm, fallen nun die Flugziele Reus (Barcelona) und Mahon (Menorca) aus dem Helvetic-Angebot. Diese wird im nächsten Jahr folglich die Konkurrenz Skywork übernehmen.

Der Standort Belp hat für die Helvetic aber auch viele Vorteile, wie etwa das grosse Einzugsgebiet und das Wachstumspotenzial. Mit dem Reisebüro Kuoni konzentriere man sich nun auf die Griechischen Inseln. So kommt 2012 die Insel Korfu als neue Charterdestination hinzu. Neu wird auch Oudja (Marokko) erschlossen, und Djerba und Enfidha (Tunesien) werden wieder ins Programm aufgenommen. «Die Nachfrage nach Nordafrika-Reisen nimmt wieder zu», bestätigt Pogorevc. Weiter will die Helvetic ihren Markt in Süditalien ausbauen. So kommt zu Brindisi neu auch die Destination Catania auf Sizilien hinzu.

Die Skywork freut sich, dass sich die Helvetic entschieden hat, in Belp zu bleiben. «Das spricht für den Standort und ermöglicht den Wettbewerb», sagt Skywork-Sprecher Franco Gullotti. Ihren Sommerflugplan 2012 wird die Skywork erst nächste Woche bekannt geben.

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