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300 Ideen gegen Hochwasser

Wie können die Quartiere in der Stadt Bern besser vor Hochwasser geschützt werden? Die Bevölkerung hat 300 Anregungen zum Projekt eingegeben.

Immer wieder: Hochwasser in der Matte (hier im Jahr 2005).
Immer wieder: Hochwasser in der Matte (hier im Jahr 2005).
Tomas Wüthrich

Führt die Aare Hochwasser, sind die Quartiere am Fluss heute ungenügend geschützt. Allein zwischen 1999 und 2007 gab es in den betroffenen Gebieten hochwasserbedingte Schäden im Umfang von rund 90 Millionen Franken.

Im Frühling 2013 sprachen sich deshalb die Stimmberechtigten der Stadt Bern für einen umfassenderen Schutz aus und hiessen mit einer grossen Mehrheit einen Kredit für die Ausarbeitung eines Wasserbauplans mit langfristigen Hochwasserschutzmassnahmen gut. Das ausgearbeitete Projekt dient einem nachhaltigen Hochwasserschutz der Quartiere und bringt Verbesserungen für Schwimmer und Böötler sowie ökologische Aufwertungen mit sich.

Tiefere Mauer aus Sandstein

Das Projekt wurde zwischen Dezember 2014 und März 2015 zur öffentlichen Mitwirkung aufgelegt. Diese stiess bei der Bevölkerung auf grosses Interesse. Nach einer Mitteilung des Gemeinderates zeigen die rund 300 An­regungen, die bis zum Ende der Mitwirkung eingingen, dass das Projekt breite Akzeptanz geniesst.

Die grösste Anpassung, die aufgrund der Anregungen erfolgen wird, betrifft die Materialwahl für den Bau der Hochwasserschutzmauer: Statt wie ursprünglich geplant aus Beton mit Sandsteinverkleidung sollen die Mauern neu aus geschichteten Sandsteinblöcken gebaut werden, die erst noch günstiger sind. Als Massnahme im Mattequartier soll die Schutzmauer aufgrund eines Stadtratbeschlusses einen halben Meter tiefer als geplant ausfallen. So werde das Stadtbild weniger verändert. Damit trotzdem ausreichender Schutz gewährleistet werden kann, sieht der Wasserbauplan zusätzlich mobile Massnahmen vor. Bei Hochwasser sollen auf der Mauerkrone etwa Dammbalken angebracht werden.

Der Gemeinderat hat die Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün beauftragt, für den Plan eine Vorprüfung einzuleiten. Diese startet im März 2016 und dauert rund acht Monate. Voraussichtlich Anfang 2017 wird das Projekt öffentlich aufgelegt. Die Volksabstimmung über das Projekt und den Baukredit findet vermutlich 2018 statt, mit den Bauarbeiten kann frühestens 2019 begonnen werden.

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