Die Kletterfans brauchen Geduld

Rüschegg

Der Seilpark im Naturpark Gantrisch bleibt in diesem Jahr geschlossen. ­Derweilen werden die Aufbauarbeiten angepackt – auch für einen neuen Kinderspielplatz.

Sie spannen zusammen: Wirtin Monika Schick und Seilparkchef Rolf Ryser.

Sie spannen zusammen: Wirtin Monika Schick und Seilparkchef Rolf Ryser.

(Bild: Christian Pfander)

Das Sturmtief Burglind hat die Einrichtungen des Seilparks Gantrisch fast vollständig beschädigt, aber auch Kampfgeist geweckt. Rolf Ryser, Geschäftsführer und Eigentümer der Seilpark Gantrisch AG ist entschlossen, neu zu beginnen.

Für diesen Neustart wird der Seilpark nicht einfach nur repariert, sondern fast vollständig erneuert und leicht örtlich verschoben. Denn viele Bäume hat der Sturm geknickt oder so geschwächt, dass sie zum Klettern schlichtweg zu wenig Sicherheit bieten würden.

«Wir geben aber nicht auf. Die Arbeiten haben wir schon kurz nach dem Sturm aufgenommen. Wir machen weiter», erklärt Ryser bestimmt. Jetzt hat er noch ein zusätzliches Projekt ausgetüftelt: einen Spielplatz für Kinder, die noch zu klein sind, um wie die Grossen in den Bäumen herumzuklettern.

Neuer Spielplatz beimRestaurant

Auch wenn der Seilpark geschlossen ist – das Restaurant Längeneybad bleibt offen. Wirtin Monika Schick sieht der Zeit ohne ­Seilparkgäste zuversichtlich entgegen. «Wir haben zwar nicht die Masse von Ausflüglern wie vorher, aber unsere Gäste kommen trotzdem.»

Die Wirtin hat keine Angst und ist überzeugt: «Wir werden trotzdem weiter existieren.» Auch in ihrem Kopf geistert schon lange die Idee eines neuen Spielplatzes herum.

Allerdings existiert neben der Terrasse des Restaurants bereits ein Tummelplatz für die Kleinen. «Dieser soll aber vollständig neu gestaltet und damit zum Herzstück der Anlage werden», erklärt Ryser und betont: Der Spielplatz werde öffentlich und für alle gratis sein.

Der geplante Neubau kostet allerdings gutes Geld: Zu der budgetierten Viertelmillion, die der Aufbau des Seilparks kosten wird, kommen noch rund 70'000 Franken für den Spielplatz. Für diese Summe läuft derzeit ein Crowdfunding im Internet.

Intensive Suche nach

Geldgebern

«Mit dem Crowdfunding läuft es so: Werden uns in einer bestimmten Zeit die gewünschten 70'000 Franken nicht zugesichert, kriegen wir gar kein Geld. Das heisst: alles oder nichts», erklärt Ryser, der sich derzeit voll mit der Finanzierung beschäftigt.

Seit Wochen kontaktiert er potenzielle Geldgeber wie Kunden, Bekannte und Firmen. «Auch an die 40 Gemeinden des Naturparks habe ich unser Dossier geschickt», sagt Ryser und betont, dass der Seilpark während seines 15-jährigen Bestehens immer ohne jegliche finanzielle Unterstützung oder Fördergelder ausgekommen sei. «Wir sind eine private AG und haben alles selbst erarbeitet.»

Er selber ist froh, rechtzeitig Versicherungen gegen Elementarschäden und Erwerbsausfall abgeschlossen zu haben. «Die Versicherungsleistungen decken zum Glück einen grossen Teil der Investitionen. So können wir uns voll dem Aufbau widmen.»

Berner Zeitung

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