Die Stadt Bern sucht den neuen Helvetiaplatz

Bern

Zur Umgestaltung des Berner Helvetiaplatzes tagt erstmals eine Projektjury öffentlich. Jedermann kann dabei sein. Wer teilnehmen will, muss sich allerdings an strenge Regeln halten.

Der Helvetiaplatz im Kirchenfeldquartier soll aufgewertet und weniger vom Verkehr dominiert werden. Dafür findet eine öffentliche Jurierung statt.

Der Helvetiaplatz im Kirchenfeldquartier soll aufgewertet und weniger vom Verkehr dominiert werden. Dafür findet eine öffentliche Jurierung statt.

(Bild: Adrian Moser)

Stefan Schnyder@schnyderlopez

Der Helvetiaplatz war Ende des 19. Jahrhunderts als Auftakt zum Kirchenfeldquartier konzipiert worden. Damals war das Quartier noch weitgehend unbebaut. Heute genügt der Platz beim Historischen Museum den Vorstellungen der links-grünen Stadtregierung nicht mehr. Er soll deshalb neu gestaltet werden. Eine Kostenschätzung gibt es noch nicht.

Jury ist am Zug

«Der Helvetiaplatz ist heute vor allem ein Knotenpunkt für den Verkehr. Es gibt kaum Leute, die dort verweilen. Sie fühlen sich dort kaum willkommen», sagte die städtische Verkehrsdirektorin Ursula Wyss (SP) gestern beim Startanlass für die Ju­rie­rung.

Die Jury begutachtete am Montag in Gruppen alle 20 Projekte und wählt heute Dienstag vier bis acht Favoriten aus, die vertieft geprüft werden. Die Jury weiss dabei nicht, welches Planungsbüro hinter welchem Vorschlag steckt. Am 30. April kürt sie dann das Siegerprojekt.

Das Besondere bei dieser Jurierung ist, dass sie öffentlich ist. Gestern nahm eine Handvoll Interessierte am ersten Jurytag teil. Damit alles seine Richtigkeit hat, sind die Besucher gebeten, nicht mit den Jurymitgliedern zu sprechen. Auch Bilder von einzelnen Projektvorschlägen dürfen derzeit nicht veröffentlicht werden.

Parkplätze verschwinden

Wie bei jedem Wettbewerbsprojekt haben die interessierten Planungsbüros auch in diesem Fall Vorgaben erhalten. So lautet eine Anforderung der rot-grünen Stadtregierung, dass «die Aufhebung der rund 55 bestehenden Parkplätze im Planungsperimeter so weit wie möglich anzustreben» sei.

Zudem ist vorgesehen, auf dem Platz eine Begegnungszone mit Tempo 20 und Vortritt für die Fussgänger zu errichten. Beim öffentlichen Verkehr wird es ­weniger Veränderungen geben. Der Helvetiaplatz wird auch nach der Neugestaltung ein Knotenpunkt des Tram- und Busverkehrs bleiben.

Berner Zeitung

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