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«Man müsste etliche Steuerabzüge streichen»

30 Jahre hielt Bruno Knüsel der Steuerverwaltung des Kantons Bern die Treue, davon 16 Jahre an der Spitze. Jetzt geht der Luzerner in Pension. Am Freitag hat er seinen letzten Arbeitstag.

Der bald pensionierte Steuerverwalter Bruno Knüsel wollte das Interview in seiner letzten Arbeitswoche nicht im Büro führen. Der Garten der Steuerverwaltung an der Brünnenstrasse in Bern passe besser zu seiner neuen Lebensphase.
Der bald pensionierte Steuerverwalter Bruno Knüsel wollte das Interview in seiner letzten Arbeitswoche nicht im Büro führen. Der Garten der Steuerverwaltung an der Brünnenstrasse in Bern passe besser zu seiner neuen Lebensphase.
Andreas Blatter

Herr Knüsel, man sieht Sie öfters an Schwingfesten: Wollen Sie mit eigenen Augen sehen, wer den Muni versteuern muss?Bruno Knüsel: Natürlich möchte ich sehen, wer den Muni bekommt. Aber nicht wegen der Steuern, sondern weil mich der Schwingsport fasziniert.

Zumindest müssten Sie hoffen, dass ein Berner gewinnt und der Muni nicht etwa in Appenzell versteuert werden muss. Wenn man weiss, was Topschwinger für einen Aufwand betreiben, dann ist es nicht match­entscheidend, ob der Muni im Kanton Bern bleibt, nach Appenzell oder in die Innerschweiz geht. Nur wenige Schwinger haben Sponsoring- oder Werbeeinnahmen. Doch alle haben sie hohe Berufskosten. Wenn sie vom Gabentempel einen Preis von ein paar Hundert Franken heimnehmen, so können sie damit all die Kosten zur Ausübung ihres Hobbys nicht decken.

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