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Die Tage der Bahnunterführung sind gezählt

Die Verbindung zwischen Holligen und Weyermannshaus-Ost soll für Au­tos gesperrt werden. Dank Stadtratsmotion sollte dies früher geschehen als geplant.

Sheila Matti

Im Rahmen des Bahnhofausbaus wollen die SBB den Perimeter Holligen entflechten: Bis 2025 soll das dortige Bahnkreuz umgebaut und so ergänzt werden, dass eine kreuzungsfreie Anbindung der BLS-Linien an die SBB-Linien möglich ist. Für die Bewohner Ausserholligens bedeutet dies vor allem zwei Änderungen: Einerseits können künftig mehr S-Bahn-Züge am Europaplatz halten, andererseits kann man mit dem Auto nicht mehr direkt ins Quartier Weyermannshaus-Ost fahren, das auf der anderen Seite der Gleise liegt.

Die Unterführung Steiger­hubelstrasse, die dies heute noch ermöglicht, wird entfernt und durch eine oberirdische Passerelle ersetzt. Diese soll nur von Fussgängern und Velofahrern genutzt werden – so wünscht es die rot-grüne Politik Berns. Die neue Brücke verbindet dann das Steigerhubelschulhaus auf der Südseite mit der geplanten Fachhochschule auf der Nordseite.

Die Pläne für die Sperrung der Unterführung bestehen schon seit längerem und sind bereits in diversen Planungspapieren verankert. Auch der Berner Stadtrat stellt sich hinter die Pläne; er möchte sogar, dass die bestehende Unterführung möglichst bald für Autos gesperrt wird. Eine entsprechende Motion von SP und GB/JA wurde Anfang Februar mit deutlicher Mehrheit angenommen.

Nur: Ganz so schnell, wie sich der Stadtrat das wünscht, wird die Unterführung wohl doch nicht verkehrsberuhigt. «Zuerst müssen wir noch verschiedene Fragen klären», meint Hannes Meuli, Bereichsleiter Strategische Verkehrsplanung der Stadt Bern. Eine Vorstudie beschäftigt sich nun etwa mit den resultierenden Kosten oder der Umverteilung des Verkehrs. «Wenn alles gut läuft, können wir die Ergebnisse noch dieses Jahr dem Quartier und anschliessend dem Gemeinderat präsentieren.» Von da an liege es an der Politik, zu entscheiden, ob die anfallenden Kosten für eine Übergangs­lösung zu rechtfertigen sind – in etwa vier Jahren wollen die SBB mit den Bauarbeiten in Holligen be­ginnen.

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