Zum Hauptinhalt springen

Direktionen werden nicht umgekrempelt

Die Mitte wollte die Departemente im Könizer Gemeinderat, wie sie heute sind, umorganisieren. Ihr ­Anliegen fand im Parlament jedoch keine Mehrheit.

Am Pflichtenheft der Könizer Gemeinderäte ändert sich vorderhand nichts.
Am Pflichtenheft der Könizer Gemeinderäte ändert sich vorderhand nichts.
PD

Unlogisch. Unausgewogen. Suboptimal. Diese Schlagworte fallen mitunter, wenn vom Aufbau der Könizer Direktionen die Rede ist. Die fünf Departemente sollten deshalb dringend umgekrempelt werden, fanden Mitteparlamentarier und reichten letzten Winter eine Motion ein. Zu ungleich sei die Arbeitslast in den Direktionen, die Verteilung gewisser Aufgaben zudem nicht nachvollziehbar. Vor allem aber müsse die Finanzkontrolle aus der Präsidialdirektion verbannt und neu dem Parlament angegliedert werden – nur so sei eine unabhängige Überwachung gewährleistet.

Am Montagabend wurde der Vorstoss im Parlament diskutiert. Toni Eder (CVP) verwies als Erstunterzeichnender im Namen der Mittefraktion nochmals auf sein Hauptanliegen – die Verlegung der Finanzkontrolle. «Eine Machtkonzentration muss vermieden werden», mahnte er.

Ausserhalb der Mitteparteien ­erhielt er jedoch – ausser von den Grünen – kaum Zustimmung. Dominic Amacher von der FDP befand die Motion «vom Inhalt und Zeitpunkt her unnötig». Der neue Gemeinderat arbeite erst seit ein paar Monaten zusammen. «Wenn man jetzt schon die Organisationsstrukturen ändert, wird das Fuder überladen.»

Auch Nein zu Light-Version

Ebenso wenig Handlungsbedarf sah die SVP – auch mit Blick auf die Finanzlage der Gemeinde. «Das alles wäre wieder mit unnötigen Kosten verbunden», sagte Reto Zbinden. Und auch die SP konnte sich für die Idee nicht erwärmen. Die Partei argumentierte damit, dass eine Verlegung des Finanzdossiers aus der Präsidialdirektion nicht dem Volkswillen entspräche, schliesslich hätten die Könizer die neue Gemeindepräsidentin Annemarie Berlinger (SP) im Wissen gewählt, dass sie die Finanzen unter sich habe.

Die Mittefraktion versuchte noch, einen Teil des Vorstosses in ein unverbindlicheres Postulat umzuwandeln, und verzichtete sogar auf die Forderung, dass der Gemeinderat bis Ende Jahr einen Vorschlag unterbreiten müsse. Es nützte jedoch nichts. Das Parlament schickte den Vorstoss bachab.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch