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Drei von zehn YB-Chaoten stellten sich

Die Kantonspolizei St.Gallen konnte bisher drei von zehn YB-Vandalen identifizieren. Zu sechs Gesuchten gingen Hinweise ein.

Am 4. Mai 2013 beim Spiel FC St. Gallen - YB in der AFG Arena sollen mehrere YB-Anhänger randaliert haben. Am Montag stellte die Staatsanwaltschaft St. Gallen die Bilder von zehn mutmasslichen Tätern ins Internet.
Am 4. Mai 2013 beim Spiel FC St. Gallen - YB in der AFG Arena sollen mehrere YB-Anhänger randaliert haben. Am Montag stellte die Staatsanwaltschaft St. Gallen die Bilder von zehn mutmasslichen Tätern ins Internet.
Kapo St. Gallen
Zuvor waren die gesuchten Personen eine Woche lang  unverpixelt am Internetpranger.
Zuvor waren die gesuchten Personen eine Woche lang unverpixelt am Internetpranger.
Kapo St. Gallen
Bis am Montagmorgen haben sich drei von zehn gesuchten Randalierenn bei der Kapo St. Gallen gemeldet.
Bis am Montagmorgen haben sich drei von zehn gesuchten Randalierenn bei der Kapo St. Gallen gemeldet.
Kapo St. Gallen
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Ausgehängte Türen, zerstörte Toiletten und beschädigte Lavabos – der Sachschaden, den YB-Vandalen im Mai 2013 im Gästesektor der St.Galler AFG-Arena angerichtet haben, beläuft sich auf rund 35000 Franken.

Ursprünglich wurden 38 Personen angezeigt, 28 konnte die Polizei selber identifizieren. Den verbleibenden zehn Männern wirft die St.Galler Staatsanwaltschaft unter anderem Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Gewalt und Drohung gegen Beamte vor.

Zum ersten Mal gehe man nach einem Dreistufenkonzept vor, sagte Natalie Häusler, Sprecherin der Staatsanwaltschaft St.Gallen, am Montag. Auf den Aufruf, sich zu melden, reagierte niemand. Als zweite Stufe wurden am Montag die verpixelten Bilder der mutmasslichen Chaoten veröffentlicht. Als letzte Stufe werden die Bilder der noch nicht Identifizierten am kommenden Montag veröffentlicht.

Der Internetpranger zeige nach vier Tagen bereits Wirkung: Bis am Donnerstagabend hätten sich drei der verpixelt Gesuchten bei der Kantonspolizei St.Gallen gemeldet, sagt Mediensprecher Hanspeter Krüsi. «Ausserdem haben wir zu 6 Personen Hinweise erhalten.» Diesen gehe die Polizei nun nach. «Wer am Montag nicht identifiziert ist, wird im Internet unverpixelt veröffentlicht», sagt Krüsi.

Verfahren ist rechtmässig

Marc Bors, Jurist und Professor an der Uni Freiburg, bezeichnet das Verfahren als rechtmässig. Allerdings gelte das Prinzip der Unschuldsvermutung. «Bei dieser Fahndung wird möglicherweise nach Unschuldigen gesucht.» Wenn zum Beispiel jemand auf den Bildern sei, der selber keine Sachbeschädigung begangen habe, wäre das Veröffentlichen unverpixelter Bilder nicht verhältnismässig.

Berner Zeitung/ehi/tma

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