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Drogenarzt verliert wegen Artikel die Führungsposition

Der Hausarzt der Drogenklinik Marchstei in Kehrsatz kritisiert in einem Bulletin die Drogenpolitik. Er ist sein Chefmandat los.

Im Bulletin «Eltern gegen Drogen» kritisiert Daniel Beutler, ärztlicher Leiter der Drogenklinik Marchstei in Kehrsatz, die «liberale» Drogenpolitik. Das revidierte Betäubungsmittelgesetz erleichtere den Zugang zur staatlichen Drogenabgabe zu sehr und erschwere den Suchtausstieg, schrieb er im Mai.

Weiter in der Klinik tätig

Die Klinik Marchstei reagierte, indem sie Beutler das Mandat als ärztlichem Leiter entzog. Wie im «Bund» zu lesen war, ist Beutler nur noch als Hausarzt tätig. Weil die Zusammenarbeit mit Beutler abgesehen von diesem Fehltritt gut sei, wolle man ihn weiter beschäftigen, sagte Klinikchef Stefan Weigelt gegenüber dem «Bund».

Daniel Beutler ist Co-Präsident des Dachverbands Drogenabstinenz Schweiz. Er äusserte sich schon mehrmals kritisch über die Drogenpolitik. Vom neusten Artikel distanziert er sich inzwischen teilweise.

Empörte Grossrätin

SVP-Grossrätin Sabina Geissbühler-Strupler ist empört. Es sei ein «Skandal», dass jemand wegen einer abstinenzorientierten Haltung ein «Berufsverbot» erhalte. Das schreibt sie in einer Pressemeldung. Geissbühler ist Präsidentin der Vereinigung Eltern gegen Drogen. Sie verlangt vom Kanton eine «Rehabilitierung des Drogenarztes».

Berner Zeitung/sl

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